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Thema: Eisbär Knut - So war sein Leben / The Knut Diary Bewertung:  |
Den Artikel habe ich auch gelesen, alles was dort geschrieben steht, habe ich im Laufe der Knutjahre schon mal gelesen.
Aber das Schlimme daran ist, es hat sich nichts geändert.
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Heute früh lag Knut wieder auf dem rechten Felsen und schlief. Gefüttert hat heute Frau Weckert. Tosca war nur im Wasser und fraß und fraß.
Nach der Fütterung kamen Nancy und Kati um die Ecke zu seinem Felsen. Knut ging dann auf die Anlage und stand vor Katis Höhle. Dann kam Tosca. Sie beschnupperten sich. Ohne Maul aufreißen und ohne brummen. Sie standen sich dann für eine ganze Weile völlig regungslos gegenüber. Es war faszinierend dies mit anzusehen. Knut hatte Tosca immer im Blick. Irgendwann ging Tosca weg.
Mit Kati gab es Situationen mit brummen und Tapirlippe.
Mein Eindruck ist, daß Knut sich nur unten rechts sicher fühlt.
Früh

Nancy und Tosca wieder zusammen





Irgendwann war es Tosca zu viel mit Öhrchen knabbern





Warten aufs Futter





Immer beobachtet von Kati und Nancy. Tosca schwamm im Wasser und fraß und fraß.




Die beiden kommen näher



Tosca frißt

Und frißt

Die beiden wasserscheuen schauen auch nach Futter

Nach der Fütterung. Harmloses Geplänkel mit Kati. In keinster Weise aggressiv.








Knut und Tosca


Regungsloses stehen

















Mein letzter Blick heute


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So ist man neugierig geworden auf den Tierparkdirektor. Bernhard Blaszkiewitz ist 1954 im damaligen Berliner Westsektor geboren worden. Heute ist er ein mächtiger Mann. Er ist Chef des Zoos und des Tierparks. Es sind die größten Zoos der Welt. Blaszkiewitz ist Herr über rund 23 700 Tiere und 400 Menschen.[...] Blaszkiewitz hält nicht viel von Journalisten. Das liegt womöglich daran, dass die Journalisten nicht viel von ihm halten. In den Zeitungen steht, dass Blaszkiewitz im Tierpark vier Hauskatzen das Genick gebrochen habe, weil sie ein Virus gehabt hätten. [...] Seine Pressesprecherin sitzt neben ihm, notiert Fragen und Antworten, er trägt eine khakifarbene Tierpfleger-West und hat keine Lust auf Fragen und Antworten. " Es ist doch bekannt", sagt Blaszkiewitz, "dass das Wenigste, was in den Zeitungen steht, richtig ist."
Wenn das, was in den, laut Süddeutsche Zeitung, grössten Zoos der Welt, Jahr für Jahr vier Millionen Besuchern präsentiert wird, stellvertretend gesehen werden kann für das, wie wir in Deutschland meinen Tiere in Zoos halten zu dürfen, dann müssen wir wohl noch mal zurück in den Tierethik-Unterricht.
Es ist ja nicht nur ein Mann, der über fast 24 000 Tiere und 400 Menschen "herrscht". Dieser Mann ist dort von anderen installiert worden, die wir gewählt haben. Und er wird auf seiner Position als Leiter dreier in der Öffentlichkeit stehender gemeinnütziger Unternehmen belassen. Trotz eigenhändiger Tiertötungen, trotz Vermehrung mit Geschwistertieren, trotz Ignorieren seiner eigenen Worte im Säugetiergutachten.Und was da noch hochkam in den vergangenen Jahren Die einzige sichtbare Korrektur war, dass ihm ein mediengeschulter Berater an die Seite gestellt wurde. Also war alles und ist das alles nicht korrekturbedürftig?
Was für ein Signal geht davon aus? Wir rufen den Besuchern und den übrigen Zoos der Welt zu: schaut her! Wir haben die grössten Zoos der Welt! Und so wichtig sind sie für uns! Wir sind eines der reichsten Länder der Welt und das ist das Beste, was wir an tiergärtnerischer Leistung in Deutschland zu bieten haben!
Denn es sind ja die Zoos in unserer Hauptstadt. Und da sollte man davon ausgehen können, dass uns nur die tiergärtnerische Spitzenleistung gut genug ist als Präsentation vor der übrigen Welt.
P.S.: Wer hat ein Aufnahmegerät ungenutzt zuhause herumliegen das er Frau Bienek stiften könnte?
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Es wird sich bestimmt etwas ändern!
Ein langer Artikel in einer überregionalen Zeitung wird nicht ohne Wirkung bleiben.
Lily
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Guten Abend an alle Knut Freunde in Nah und Fern.
Auch mir liegt die Ausgabe der Süddeutschen Zeitung in Druckform vor. Ich habe den Artikel gelesen und werde das Thema im *Zoo*-Thread weiter behandeln.
Danke auch heute wieder für die aktuellen Berichte und Fotos aus dem Zoo über Knut & Co. So richtig wohl fühlt sich der Bärenjunge auf seinem Platz an der rechten Seite der Anlage und im Wasser, incl. seinem Ausflug an die Scheibe.
Ich wünsche Allen einen guten Ausklang des Abends und für später eine gute Nacht. Und morgen möge es für Alle ein guter Freitag werden.
Good evening to you all Knut &Co. friends around the world at the end of the day. Hope it was a good day for you all.
Wish you a good end of the day, a good night later and I wish you also a Friday tomorrow.
Greetings from Bearlin
Hartmuth
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www.knut-forever-in-our-hearts.de
The Knut diary / Das Knut Tagebuch
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Spendenaufruf: Ein Denkmal für Knut / A Memorial for Knut !
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Es ist diese Einstellung von 1800 grauen Zwirn, die die Verzweifelung hochkommen lässt. Immer wieder dieser Satz: Zoos sind nicht für die Tiere da sondern für die Menschen. Noch schlimmer ist, dass es niemand verhindern kann.
Aber, erstaunlicherweise hat er hat auch viele Freunde und Bewunderer. Leute, die ihn loben!
Frans, danke für den Tip, werde mir flickr ansehen.
Hier sind noch einige Bilder von gestern. Es war nachmittags friedlich zwischen den Bären. Knut spielte viel im Wasser mit allem was er finden konnte. Irgendein Schwachmatiker hatte einen Kugelschreiber in das Wasserbecken geworfen und Knut spielte glücklich damit. Einige Leute fanden das sehr lustig. Auch Schwachmatiker.
Herbst
Wenn ich morgen in den Zoo komme, werden von den großen Rosenbeeten bestimmt keine mehr da sein. Ein Beet war schon vollkommen weg und bald wird nichts mehr an den Sommer erinnern. Ich freue mich schon auf den Fühling, der hoffentlich besser wird als der in diesem Jahr.






















Plüschohr










Knut klettert auf den Felsen herum in der gleichen Geschwindigkeit wie ich zur Zeit Treppen steige. Wie eine Schnecke!



Die drei Großen mussten abends wieder auf die kleine Anlage













Doris
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Guten Abend Lily,
ob sich etwas ändert -? So einfach ändern sich die Dinge erfahrungsgemäß nicht. Es handelt sich ja um komplexe Macht-und Entscheidungsstrukturen, ein ganzes Interessengeflecht. Die man als Laie auch nicht ganz durchschaut und beurteilen kann, das sollte man auch nicht vergessen.
Es wäre ja schon viel - sehr viel gewonnen - wenn es einen aufgeschlosseneren Umgang mit der leidigen "Spielzeugfrage" hier im Zoo gäbe. Ich meine, darüber kann sich auch der Nicht-Zoologe aufgrund aufmerksamer Beobachtung der Tiere und ihres Verhaltens eine Meinung bilden, die er auch begründen kann.
Wenn die Leute stundenlang vor Knuts Gehege stehen, dann doch nicht deshalb, weil er "berühmt" ist und vor sich hin döst, sondern weil man ein intelligentes Tier beim Spielen beobachten kann. Wobei "Spielen" unser Begriff für etwas ist, was Knuts natürlichem Verhaltensrepertoire entspricht: wenn er z.B. den Jutesack herumschleudert, mit dem Baumstamm kämpft, einen Gegenstand an die Wand drückt usw. usw.
Da die Tiere im Zoo nicht ums Überleben kämpfen müssen, muß es doch einen anregenden Ausgleich für sie geben.
Diesen schlichten Überlegungen kann sich doch eigentlich ein Zoodirektor nicht verschließen, indem er sie mit einem von vornherein abwertenden Wort wie "Spaßzoo" einfach vom Tisch wischt.
Ich würde mir wünschen, daß diese Frage - der angemessenen Beschäftigung von Zootieren - auch einmal Gegenstand der öffentlichen Diskussion würde; etwa in einem so umfangreichen Artikel wie dem heutigen über die Berliner Zoos in der Südeutschen. Gerne auch mit Pro und Contra. Ich möchte auch einmal die Gegenargumente hören. Was spricht denn wirklich gegen Bälle im Eisbärengehege?
Vielleicht wäre das eine angemessene Art, Knuts Geburtstag zu feiern: jemand hält am 4. Dezember einen Vortrag ("mit Lichtbildern") über das Spielverhalten von Tieren (natürlich mit besonderer Berücksichtigung von Knut) im Zoo. (Aber wer? Und wo?)
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Dear Doris and Sylvia,
your new pictures from the Zoo are wonderful, as always: thank you very, very much.
I am happy to see that Knut is getting better with the Ladies day by day.
Question: which type of lenses do you use to take pictures at the Zoo? I would like to be well-equipped, as you are, during my next visit to Knut in Berlin!
Thank you very much!
Good night to all of you from Italy.
Patrizia
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Guten Morgen Katharina,
es gibt keine Argumente gegen Beschäftigung von Zootieren.
Es gab auch keine Argumente gegen die Wünsche und Bedürfnisse der mutigen Bürger, die 1989 in Leibzig und anderenorts auf die Straße gegangen sind.
Auch dort gab es das betonartige Denken der Verantwortlichen.
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Lily Du hast es auf den Punkt gebracht, aber auch in Leipzig hat es lange Zeit gebraucht bis die Menschen auf die Strasse gingen und riefen:
wir sind das Volk
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01.10.2010
Verleihung Preis der Hauptstadtzoos 2010
für den besten Auszubildenden als Tierpfleger
Preis wurde im Gedenken an Thomas Dörflein ins Leben gerufen
In Gedenken an das Engagement vom Tierpfleger Thomas Dörflein, der am 22. September 2008 verstarb, stiftete der Förderverein von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e. V. einen Preis für die besten Auszubildenden im Beruf des Tierpflegers.
weiter ...
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Liebe Lily,
was Leipzig 1989 betrifft: es ist in diesen Monaten ein ganzes gesellschaftliches System politisch und wirtschaftlich in die Knie gegangen. Das Land war einfach pleite. Erst NACHDEM dies der Fall war, wurde auf die Argumente "mutiger Bürger" gehört.
Diese Argumente waren ja an sich nicht neu, nur sind zuvor diejenigen, die sie geäußert haben, in Hochsicherheitsanlagen gelandet. (Die kann man u.a. hier in Berlin besuchen, z.B. das Stasi-Gefängnis in Hohenschönhausen.)
(Das war jetzt eine Abschweifung.) ---
Was ich damit sagen will: Ich teile nicht so ganz Deinen Optimismus, daß das Unsinnige schon von selbst verschwindet, wenn nur das Vernünftige geäußert wird.
Nein, ich glaube, die einzige Möglichkeit, um hier etwas zu verändern, wäre eine engagierte öffentliche Auseinandersetzung. Zum Beispiel eine Podiumsdiskussion mit Fachleuten, wo möglichst viele hingehen; und dann auch die Presse darüber berichtet.
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Hallo Katharina,
wozu eine Podiumsdiskussion? Moderne Zoos weltweit beschäftigen ihre Tiere. Darüber braucht nicht diskutiert werden. Es ist doch nun länger hinreichend bekannt, daß Zootiere sinnvoll beschäftigt werden müssen.
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Das alltägliche Bild heute morgen. Knut lag rechts in der Ecke und schlief. Katjuscha in ihrer Höhle, und Nancy war mit Toscas Ohren beschäftigt.
Die Fütterung fiel für Knut heute sehr mager aus. Viel hat er nicht abbekommen. Die drei Damen hatten keine Lust ins Wasser zu gehen, um ihr Futter zu holen. Sie warteten lieber gleich, bis Knut gefüttert wird. Der Pfleger hat wohl heute kein Zielwasser getrunken und so viel das meiste auf die Felsen und ins Wasser. Es dauerte gar nicht lange, dass Nancy als erstes zu Knut ging. Die anderen beiden folgten und Knut suchte das Weite. Nancy fraß alles auf, was auf dem Felsen lag. Tosca und Kati duchsuchten das Wasser.
Dafür rächte sich Knut und besetzte Katjuschas Höhleneingang, in dem er den Rest des Vormittags verbrachte. Nicht kampflos, denn Kati versuchte immer wieder die Höhle zurück zu erobern. Aber unser Kleener blieb standhaft und brummte was das Zeug hält. Irgendwann gab Kati auf und überließ Knut ihren Platz. Als ich nach einen Zoorundgang wieder zurück kam, war Knut im Wasser an der Scheibe. Er saß sehr lange ziemlich ruhig im Wasser und sah immer wieder nach oben, als ob er auf Futter hoffte. Es war ja auch seine alte Fütterungszeit und satt ist er heute bestimmt auch nicht geworden. Irgendwann kam er aus dem Wasser und legte sich auf seinen Stammplatz uund schlief.




Das Futter kommt.


und Nancy auch


Knut haut ab.



Knut sucht vergebens nach Futterresten

Nancy







Knut sieht , wie Kati sich anschleicht.





zu früh gefreut Knut

Kati schon wieder in Lauerstellung

Erst schleicht sie sich ganz langsam an und dann rennt sie auf Knut zu.






Kati gibt auf und zieht sich zurück.

Tosca und Nancy schauen gespannt zu.

während Knut es sich gemütlich macht



zwängt sich Kati in den Nebeneingang, wo allerdings nur ihr Hinterteil hinein paßt.

"Hausbesetzer" Knut verläßt die Höhle um auf seinen Stammplatz zu gehen.

Kati beobachtet genau, ob er auch wirklich geht.








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