Um Eisbär Knut wird weiter gestritten. Berlins Tierschutzbeauftragter hat nun tolle Vorschläge für die Zukunft des Tiers. Der Eisbär soll zwecks Fortpflanzung ein Mädchen bekommen und so eine Dynastie in der Eisbärenstadt begründen. Notfalls sollen Zoo und Tierpark auf andere Tiere verzichten.
Im Jahr 2009 wird Berlin zur Eisbärenstadt – wenn es nach Klaus Lüdcke geht, dem Tierschutzbeauftragten der Stadt. „Knut ist ein Werbeträger geworden, er soll in Berlin bleiben“, sagt der ehrenamtlich tätige Mitarbeiter der Senatsverwaltung für Umwelt.
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Eisbär Knut hält Ausschau. Denn im Berliner Zoo gibt es eine neue Eisbären-Dame. Eigentlich ist es noch ein Mädchen: Gianna aus München.
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Wo ist sie denn, fragt sich Knut? Gianna kommt aus München und soll für ein paar Monate in Berlin bleiben. Im Zoo hofft man, dass sich beide anfreunden.
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Oder ist es doch besser, erst einmal auf Tauchstation zu gehen?
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Knut zeigt schon mal, was er alles kann. Spielen zum Beispiel.
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Und das ist Gianna. Die Eisbärin ist knapp drei Jahre alt und gilt noch als Teenager.
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Ihre Anlage im Tierpark Hellabrunn wird umgebaut, deshalb musste Gianna für neun Monate nach Berlin umziehen.
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Zwei Wochen nach ihrer Ankunft in Berlin, zeigte sich Gianna erstmals auf der Außenanlage den Berlinern. Allerdings noch allein.
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Grünbär Knut soll sich mit Gianna für die Zeit ihres Berlin-Aufenthaltes anfreunden. Mehr nicht. Ein Happy End wird es also nicht geben.
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Ja, auch so kann Knut aussehen.
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Hier wird Knut zum Braunbären. Groß ist er mittlerweile geworden. Der weltberühmte Eisbär aus dem Berliner Zoo ist inzwischen ein Teenager.
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Inzwischen sieht er schon aus wie ein großer Bär und wiegt 200 Kilo. Dabei ist er noch ein Teenager. An seinem 2. Geburtstag am 5. Dezember 2008 war sein Fell nicht gerade schneeweiß…
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Ein Bär und seine Fans: Vor Knuts Gehege herrschte aus diesem Anlass wieder großer Andrang. Natürlich wollten die Berliner ihrem Liebling gratulieren.
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Der Show-Profi schien seinen Auftritt zu genießen.
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Gääähn! Aber irgendwann wird auch der stärkste Bär müde....
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Und wo bleiben eigentlich die Geschenke?
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Auch mit zwei ist Knut noch richtig verspielt.
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Eisbär im Schnee. Ein ungewohnter Anblick.
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Der Bär wirkte drei Tage vor seinem 2. Geburtstag erstaunlich gelassen.
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Er badet noch immer so gern wie als Bärenbaby.
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Wenn er dabei einen Fisch ergattert - umso besser.
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Knut bei der Körperpflege. Doch ihm fehlt offensichtlich der richtige Weißmacher.
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Mit dem knopfaugigen Wesen, das vor zwei Jahren geboren wurde...
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... hat dieses Raubtier nicht mehr viel gemeinsam.
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Er ist gefährlich ...
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... aber auch faul.
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... und immer hungrig. Wenn es im Wasser nichts zu fangen gibt, bettelt er seine Pfleger an.
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Und so fing alles an: Mit schwarzen Augen guckt Knut in die ihm fremde Welt. Noch kann er mit Kuscheltieren schmusen.
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Am 5. Dezember 2006 kam er auf die Welt. 44 Tage lang lebte Knut im Brutkasten. Offensichtlich fühlte er sich ganz wohl.
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Knut träumt vom Leben als gaaaaanz großer Eisbär. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Papa Lars ist heute 13 und ein großer Brocken.
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Fleischlose Kost: Knut bekommt die Flasche. Erst später wurde seinem Futter ein wenig Fleisch beigemischt.
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Bei seiner Geburt am 5. Dezember wog Knut 810 Gramm, heute bringt er es auf mehr als fünf Kilo. Inzwischen haben sich seine Augen geöffnet, die ersten Backenzähne sind auch schon da.
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Spielerisch lernte Knut, seine Fähigkeiten auszuweiten.
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Noch gewinnt der Ball beim Spiel.
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Der tapsige Baby-Eisbär Knut im Berliner Zoo wächst und gedeiht.
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Er entwickelt sich prächtig.
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Vor ein paar Monaten war Knut noch etwas wackelig auf den Beinen.
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Fast alles war in den ersten Tagen für Knut von Interesse.
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Hallo, ich bin Knut! Das Eisbärbaby wird im Berliner Zoo aufgezogen. Die Mutter des am 5. Dezember geborenen Jungtieres habe sich nicht um ihn kümmern wollen, sagt Zoosprecher Ragnar Kühne. Die ersten 44 Lebenstage verbrachte der kleine Eisbär in einem Brutkasten. Sein Zwillingsbruder war vier Tage nach der Geburt gestorben.
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Knabberspaß: Kaum war Knut im Zoo geboren, da drohte er schon zu erfrieren, weil seine Mutter sich nicht um ihn kümmerte. Tierpfleger Thomas Dörflein rettete ihm das Leben, wärmte das Eisbären-Baby, gab ihm eine Flasche mit warmer Milch, Lebertran und Vitaminen. Jetzt lässt Dörflein ihn sogar am Finger knabbern. Vermutlich nicht mehr lange!
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So zeigt Bär Zuneigung. Bis Knut ausgewachsen ist und bis zu 800 Kilogramm wiegt, hat er noch einiges vor sich. Laufen kann der kleine Eisbär zwar noch nicht, aber krabbeln - am liebsten zu seinem Ziehvater Thomas Dörflein.
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Hand in Hand: Ein wenig sehr menschelnd kommt Knut hier daher - aufrecht, an der Hand geführt. Niedlich bleibt es dennoch.
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Knut braucht später kräftige Beinmuskeln, um kraftvoll schwimmen zu können. Nicht vergessen: Der Eisbär gilt als das größte an Land lebende Raubtier der Erde.
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So ein Angeber: Knut hatte gut brüllen. Er wog hier inzwischen fast vier Kilogramm. Sein Zwillingsbruder hat es nicht geschafft. Er starb am vierten Lebenstag.
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Warte, warte noch ein Weilchen: Auf den Anblick des weißen Wollknäuels müssen normale Zoo-Besucher noch länger warten. Erst wenn Knut mehr als acht Kilo wiegt und laufen kann, wird er der Öffentlichkeit vorgestellt.
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Drei Kuscheltiere im Brutkasten. Knut hat seine Spiel- und Kuschelgefährten strategisch günstig links und rechts drapiert. So findet er immer Anschluss und kann nur unter Schwierigkeiten umfallen.
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Zeig' her: Knut zahnt zwar schon, doch der Winzling ist noch absolut unselbständig. Sein Pflegevater muss stets für ihn da sein.
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Eisbärbaby KnutDroht Gefahr? Knut wird langsam aber sicher ein großer Bär. Das Jungtier aus dem Berliner Zoo wiegt mittlerweile 20 Kilogramm.
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Beißen in den Arm des Pflegers ist immer noch das schönste Training.
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Bis hier hin und nicht weiter: Knut am Wassergraben.
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Knut guck mal, was die Fotografen von ihm wollen.
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Gib die Pfote, Knut!
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Neugierig erforscht Eisbär Knut die Gehege im Berliner Zoo.
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Im Sand lässt es sich gut wälzen.
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Her mit dem Geschenk! Der sogenannte Boomer Ball, ein großer, schwerer Spielball aus Kunststoff, kommt von der kanadischen Botschaft.
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So müde! Knut ist jetzt fünf Monate alt.
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Eisbärbaby Knut klettert im Berliner Zoo auf seinem Pfleger Thomas Dörflein herum.
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Knuts Wanderungen werden immer länger, er lernte zusammen mit seinem Pfleger die Nachbartiere kennen. Doch seine Popularität ruft auch Kritiker auf den Plan.
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Knut im weißen Pelz auf dem Cover der "Vanity Fair".
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Großer Publikumsandrang herrscht, wenn Knut mit seinem Pfleger knutscht.
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Noch ein Eisbärbaby, aber Zähne hat der Kleine schon.
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Noch ist der kleine Eisbär ganz handzahm.
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Alle wollen Knut sehen. Der Publikumsandrang ist enorm.
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Das Wasser in seinem Gehege scheint Knut zu schmecken.
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Zum Knutschen - Knut und sein Pfleger.
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Knut spielt mit seiner Kuscheldecke.
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Hier ist Knut schon etwas größer. Er badet für sein Leben gern.
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Auch im Wasser kann man hervorragend in die Gummistiefel des Pflegers beißen.
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Nach dem Bad muss das Wasser wieder aus dem Fell. Kräftig schütteln, hilft dabei.
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Für den kleinen Eisbären gibt es kaum etwas Schöneres als das Tollen im Sand. Und niemanden stört, wie schmutzig er sich dabei macht.
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Manchmal hat Knut auch ganz schön schwer zu tragen.
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Zwischendurch gibt es ein Küsschen für Pfleger Thomas Dörflein.
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Knut genießt die Streicheleinheiten. Oft fordert er sie auch lautstark ein.
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Eisbärbaby Knut hat sich ans Wasser gelegt, um zu trinken. Oder schläft er?
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Ein eingespieltes Team: Vorerst kann den Eisbären und seinen Ersatz-Vater nichts trennen.
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Küsschen auf die Hand. Der kleine Eisbär sucht den Körperkontakt mit Thomas Dörflein.
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Im Gehege ist vor Knut nichts sicher. Neugierig erkundet er das Areal und entdeckt immer wieder Neues.
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Wie ein Menschenkind: Eisbärbaby Knut lutscht am Daumen seines Pflegers.
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Ein Platz im Schatten: "Ein kleiner Eisbär ist in der Lage, solche Temperaturen wegzustecken", sagt der Bären-Kurator des Berliner Zoos, Heiner Klös. Im Internet gibt es jetzt allerdings das erste Knut-Hasser-Spiel. Da hilft auch kein Schatten.
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Patsch, patsch. Nach der Erfrischung geht es auf nassen Pfoten zum Spielen.
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Damals war Knut noch handlich ...
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... und ganz wild auf Milch.
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Wenn die beiden zusammen waren, sah es immer wieder so aus, als würden sie sich küssen ...
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... und küssen ...
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... und küssen ...
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... und küssen.
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Knut malträtierte seinen Pfleger im Spiel auch mal...
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...und auch ein kleines Kräftemessen musste mal sein,...
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... was mitunter auch sichtbar anstrengend war für den Pfleger.
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Trotzdem: Thomas Dörflein genoss die Zeit mit dem kleinen Eisbären und gab ihm auch seinen Namen. Weil Knut, sagte Dörflein, wie ein Knut aussah.
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Auch bei den ersten öffentlichen Auftritten des Bären war der Tierpfleger, der Interviews und Kameras eigentlich nicht mochte, immer dabei.
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Der Publikumsandrang war stets groß.
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Der kleine Eisbär wog mit seinen sieben Monaten bereits mehr als 40 Kilogramm. Inzwischen sind es fast 80 Kilo.
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Und auch das Medieninteresse.
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Nachvollziehbar: Knut und Thomas Dörflein waren ein herzerweichendes Duo.
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Was nicht allein an dem niedlichen Bären lag.
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Und der Pfleger selbst, heißt es, habe nicht zuletzt gerade Zoobesucherinnen begeistert.
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So sah es in Dörfleins Dienst-Arbeitszimmer aus.
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Thomas Dörflein wurde fast ebenso berühmt wie der Bär,...
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...der mit ihm eine große Show bot.
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Zwei Berliner Originale: Thomas Dörflein wurde 1963 in Wedding geboren und wuchs in Spandau auf. Er arbeitete seit 1982 im Zoo Berlin.
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Dass Bären seine Liebingstiere waren, war Dörflein gerade im Umgang mit Knut immer anzumerken.
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Und dass Dörflein Knuts Lieblingspfleger war, sah man auch.
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Zum ersten Geburtstag brachte Dörflein Knut gemeinsam mit Tierpfleger Ronny Henkel eine Geburtstagstorte.
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Je größer Knut wurde, desto gefährlicher wurde er - auch für Dörflein.
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Das sieht schon langsam gefährlich aus.
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Dörflein muss sich vor den spielerischen Angriffen seines Schützlings schützen.
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Noch Spiel oder doch schon Ernst?
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An den Tatzen kann man deutlich sehen, wie groß Knut geworden ist.
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Ausruhen vom Toben im Doppelpack.
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Schon so groß und doch noch so kindlich: Knut nuckelte gern an der Hand seines Pflegers Thomas Dörflein.
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Je älter Knut wurde, desto öfter war Thomas Dörflein nur noch Zaungast - der Bär wurde immer größer, kräftiger und damit auch gefährlicher.
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Kontrastprogramm: Der liebe Knut lehnt sich an eine Wand und sieht ganz harmlos aus.
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Ein Eisbär als toller Hecht.
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Spielen und Raufen machen müde.
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Zur Not kann Knut auch im Stehen schlafen.
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Auch mit neun Monaten benötigt ein Eisbär ein kleines Mittagsschläfchen.
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Mit einem kleinen Ast eingeschlafen...
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Zum Glück ist die Brei-Zeit jetzt so gut wie vorbei. Jetzt gibt es Handfestes wie Fleisch zu Fressen.
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Erst mit fünf bis sechs Jahren wird Knuddel-Knut wirklich erwachsen sein. Dann könnte er zwischen 500 und 800 Kilo wiegen und mehr als drei Meter messen. Süüüß!
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Für seine Fans legt sich der Zoo-Star gern mächtig ins Zeug und auch auf den Rücken.
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Als könne er kein Wässerchen trüben: Knut schläft und sieht dabei sooo niedlich aus. Doch Zoobesucher müssen sich nun die tägliche Dosis Knut abgewöhnen.
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Im Oktober 2007 verlieh Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) Dörflein den Verdienstorden des Landes Berlin. Im Dezember darauf wählten die Leser der Berliner Morgenpost und die Hörer des Radiosenders 94.3Rs2 den Bärenvater zum Berliner des Jahres.
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Dörflein hinterlässt zwei erwachsene Kinder sowie seine Lebensgefährtin Daniela mit ihrem sechsjährigen Sohn Louis.
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Mit Louis kam der Tierpfleger Anfang des Jahres zur Filmpremiere von "Knut und seine Freunde".
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Auch Knut, der das Spielen mit Dörflein immer sichtlich genossen hatte, wird seinen Pfleger wohl vermissen.
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Und so lag Knut nach dem Tod von Thomas Dörflein im Gehege.
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Er sieht in der Tat traurig aus ...
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... und scheint sich zu fragen, was nun wird.
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Die Mutter von Eisbär Knut wollte ihr Junges nicht, also kümmerte Tierpfleger Thomas Dörflein sich ab Dezember 2006 aufopfernd um den kuscheligen Kleinen. Dörflein starb am 22. September an einem Herzinfarkt.
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Der Tod des Pflegers erschütterte die Berliner. Knut- und Dörflein-Fan Isabell Steinkopf machte bei Knut einen Kondolenzbesuch. Tausende taten das Gleiche.
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Sie kam, um eine Rose für Thomas Dörflein ins Gehege zu werfen.
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Bewegende Worte eines Trauenden.
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Am Tag nach der Beerdigung kamen viele Bewunderer Dörfleins an sein Grab, um noch einmal Abschied zu nehmen.
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Knut musste natürlich im Zoo bleiben, machte am Tag der Bestattung aber hin und wieder einen durchaus bedrückten Eindruck.
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Am 10. Oktober wurde Thomas Dörflein in aller Stille Spandau beigesetzt. Auf seinem Grab wurde unter anderem ein herzförmiges Bukett abgelegt, das mit einem Foto von Dörflein verziert ist.
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Oder ist er doch ein bisschen traurig?
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Der jetzt erwachsene Eisbär Knut scheint nichts von der Bewegung der Zoo-Besucher zu spüren.
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Der kleine Roberto war ein großer Fan von Knuts Pfleger.
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Der Eingang zu Dörfleins Arbeitsplatz im Zoo war mit Blumen dekoriert, die Trauernde gebracht hatten.
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Die Kerze leuchtet für Thomas Dörflein.
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Knut - das Maskottchen, war und ist der Verkaufsschlager des Berliner Zoos. Viele Trauernde brachten ihn mit.
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Ein Kondolenzbrief am Eingang zum Bärengehege.
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Auch Kerzen wurden aufgestellt.
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Eine Besucherin am Zoo-Eingang.
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Am Haupteingang des Berliner Zoos haben Besucher Blumen niedergelegt.
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Brief und Blumen für Thomas Dörflein.
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... ebenso wie eine Reihe weiterer Kränze. Die Beisetzung fand im engsten Familienkreis statt.
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Kurz nach der Trauerfeier kamen die ersten Berliner und legten ebenfalls Blumen am Grab von Dörflein ab.
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An Dörfleins Grab wurde dieses Bukett niedergelegt, ...
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Deutschlands berühmtester Tierpfleger ist tot. Thomas Dörflein wurde in Berlin-Spandau beigesetzt.
Zwar verstünde er, dass mancher Zoologe „Kopfschmerzen“ bekomme, wenn in Berlin mit Knut eine dritte Zuchtgruppe aufgemacht würde. Denn es gibt bereits zwei: eine im Zoo mit den Eisbären Lars, Nancy, Katjuscha und Tosca, dazu Troll und Aika im Tierpark. „Aber man muss kreativ denken“, sagt Lüdcke, „behalten wir Knut, holen ein Mädchen dazu und machen uns einen Namen als Eisbärenstadt.“
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Die Mutter von Eisbär Knut wollte ihr Junges nicht, also kümmerte Tierpfleger Thomas Dörflein sich ab Dezember 2006 aufopfernd um den kuscheligen Kleinen.
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Gedenken an Eisbär Knuts Ziehvater Thomas Dörflein: Auf dem Spandauer Friedhof wurde ein neuer Grabstein aufgestellt. Die Mutter des Tierpflegers legt Blumen nieder.
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Der Berliner Steimetz Bernd Kuhne stiftete das ungewöhnliche Werk in Form eines Eisbergs.
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Das Relief zeigt Dörflein mit seinem kleinen Schützling Knut. In liebevoller Handaufzucht hatte der Tierpfleger dem kleinen Eisbären das Leben gerettet.
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Deutschlands berühmtester Tierpfleger war am 22. September 2008 an einem Herzinfarkt gestorben. Bis heute legen die Fans täglich Blumen und Geschenke nieder.
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An Dörfleins Grab wurde dieses Bukett niedergelegt, ...
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... ebenso wie eine Reihe weiterer Kränze. Die Beisetzung fand im engsten Familienkreis statt.
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Kurz nach der Trauerfeier kamen die ersten Berliner und legten ebenfalls Blumen am Grab von Dörflein ab.
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Eisbär-Mutter Tosca hatte Knut und seinen Bruder nach der Geburt nicht angenommen. Knuts Bruder starb, Thomas Dörflein aber nahm sich des verbliebenen Eisbärbabys an und päppelte es auf.
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Damals war Knut noch handlich ...
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... und kompakt ...
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... und ganz wild auf Milch.
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Und wild auf Dörflein.
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Zwischen Knut und seinem Pfleger entwickelte sich ein inniges Verhältnis. Dörflein verbrachte über Wochen hinweg Tag und Nacht bei dem Bären.
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Wenn die beiden zusammen waren, sah es immer wieder so aus, als würden sie sich küssen ...
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... und küssen ...
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... und küssen ...
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... und küssen.
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Knut malträtierte seinen Pfleger im Spiel auch mal...
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...und auch ein kleines Kräftemessen musste mal sein,...
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... was mitunter auch sichtbar anstrengend war für den Pfleger.
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Trotzdem: Thomas Dörflein genoss die Zeit mit dem kleinen Eisbären und gab ihm auch seinen Namen. Weil Knut, sagte Dörflein, wie ein Knut aussah.
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Auch bei den ersten öffentlichen Auftritten des Bären war der Tierpfleger, der Interviews und Kameras eigentlich nicht mochte, immer dabei.
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Der Publikumsandrang war stets groß.
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Und auch das Medieninteresse.
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Nachvollziehbar: Knut und Thomas Dörflein waren ein herzerweichendes Duo.
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Was nicht allein an dem niedlichen Bären lag.
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Und der Pfleger selbst, heißt es, habe nicht zuletzt gerade Zoobesucherinnen begeistert.
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So sah es in Dörfleins Dienst-Arbeitszimmer aus.
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Thomas Dörflein wurde fast ebenso berühmt wie der Bär,...
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...der mit ihm eine große Show bot.
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Zwei Berliner Originale: Thomas Dörflein wurde 1963 in Wedding geboren und wuchs in Spandau auf. Er arbeitete seit 1982 im Zoo Berlin.
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Dass Bären seine Liebingstiere waren, war Dörflein gerade im Umgang mit Knut immer anzumerken.
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Und dass Dörflein Knuts Lieblingspfleger war, sah man auch.
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Zum ersten Geburtstag brachte Dörflein Knut gemeinsam mit Tierpfleger Ronny Henkel eine Geburtstagstorte.
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Je älter Knut wurde, desto öfter war Thomas Dörflein nur noch Zaungast - der Bär wurde immer größer, kräftiger und damit auch gefährlicher.
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Im Oktober 2007 verlieh Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) Dörflein den Verdienstorden des Landes Berlin. Im Dezember darauf wählten die Leser der Berliner Morgenpost und die Hörer des Radiosenders 94.3Rs2 den Bärenvater zum Berliner des Jahres.
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Dörflein hinterlässt zwei erwachsene Kinder sowie seine Lebensgefährtin Daniela mit ihrem sechsjährigen Sohn Louis.
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Mit Louis kam der Tierpfleger Anfang des Jahres zur Filmpremiere von "Knut und seine Freunde".
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Auch Knut, der das Spielen mit Dörflein immer sichtlich genossen hatte, wird seinen Pfleger wohl vermissen.
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Und so lag Knut nach dem Tod von Thomas Dörflein im Gehege.
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Er sieht in der Tat traurig aus ...
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... und scheint sich zu fragen, was nun wird.
Um den nötigen Platz zu schaffen, sollten Zoo und Tierpark andere Arten abgeben. „Artenvielfalt in Zoos zeugt ein ,Messie'-Verhalten“, sagt Lüdcke, „man muss keine 20.000 Individuen zeigen, man sollte sich auf Schwerpunkte konzentrieren.“ So könne man sich von Yaks, Rentieren oder anderen Rindern und Hirschen sowie Vögeln trennen – oder das Schweinehaus abreißen („Schweine kann man auf einem Kinderbauernhof sehen“).
Sicherlich sei die Trennung von jedem einzelnen Tier schwierig und rufe den Protest einer Fangruppe hervor. Aber langfristig verbessere Knut das Image der Stadt. „Der Zoo ist sogar in der Pflicht, Tiere abzugeben. Er kann sich nicht wie ein Kaugummi ausdehnen“, so Lüdcke.
An der Größe des Geheges für Knut hat er noch nichts auszusetzen – anders als die Tierrechtsorganisation Peta und der Tierschutzverein Berlin. So hat der Deutsche Tierschutzbund nun nach einer Zoo- und Tierpark-Besichtigung gefordert, die Eisbärenhaltung zu beenden – oder pro Tier eine Fläche von 5000 Quadratmetern bereitzuhalten. „Im hiesigen Säugetiergutachten werden 200 Quadratmeter gefordert. Das ist zu wenig“, sagt Marcel Gäding vom Tierschutzverein.
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Lüdcke würde Knut im Zoo belassen und umbauen, ihn aber nicht in den mit 160 Hektar mehr als viermal so großen Tierpark umsiedeln. „Klar wäre das für den Tierpark eine Attraktion. Aber der Zoo ist Knuts Zuhause, dort wird er seit seiner Geburt von Ronny Henkel und Marcus Röbke und weiteren Tierpflegern betreut.“ Zudem liege der Zoo mehr im Herzen der Stadt.
Wie Lüdcke wollen inzwischen viele Berliner den Eisbären behalten, vom Knut-Fanclub bis zum Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit. Doch die Entscheidung fällt der Tierpark Neumünster in Schleswig-Holstein; Knuts Vater Lars stammt von dort. Beide Häuser hatten vereinbart, dass der Erstgeborene Neumünster gehört, der Zweitgeborene dann Berlin.
Doch seit der Aktionärsversammlung im Sommer 2008 will Zoo-Direktor Bernhard Blaszkiewitz Knut behalten und hat die Absicht im Dezember schriftlich kundgetan. Neumünsters Tierpark-Chef Peter Drüwa erwartet nun ein „Konzept“ zu Unterbringung und Finanzierung. „Dazu sprechen oder schreiben wir uns im Januar. Aber es eilt nicht, Knut ist mit zwei Jahren noch lange nicht geschlechtsreif“, so Drüwa.
In Berlin ist allerdings der Eindruck entstanden, dass Drüwa sich sein Berlin-Votum vergolden lassen will. Um an Millionen-Umsatz und Gewinn beteiligt zu werden, hat Neumünster vor dem Amtsgericht Berlin auf Auskunft geklagt.
„Wir wollen Knut behalten und haben Vorsorge getroffen“, sagt Gabriele Thöne, kaufmännischer Vorstand der Zoo AG. Sie betont, dass der Zoo das ganze Risiko der Handaufzucht zu tragen hatte, die von mancher Seite massiv kritisiert worden war: „Wir haben alles auf volles Risiko getan und extrem hohe Kosten gehabt, um die Sicherheit für die Besucher zu gewährleisten.“
Eine wichtige Rolle spielt ein dritter Akteur: der Zoo Artis Amsterdam. Dort wird das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) koordiniert. Leiter Janosch Santho ist neu und muss sich erst einarbeiten. Drüwa wartet auf seine Empfehlung. Die will Santho bis Mitte Januar abgeben.
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