Zoo Berlin in der Kritik

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Nach internationaler Kritik an der Haltung von Eisbär Knut im Zoo Berlin hat die Grünen-Fraktion den Senat zum Eingreifen aufgefordert.

 

Ein aus Sicht von vielen Besuchern verängstigter und von den drei Bärinnen als Gruppe «gemobbter» Knut war im Oktober erneut in die Schlagzeilen geraten. Die kanadische Eisbär-Forscherin Else Poulsen (Toronto) hatte seine Haltung als «monoton, überhaupt nicht zeitgemäß und grausam» bezeichnet. Am Gehege und im Internet häuften sich Beschwerden gegen den Zoologischen Garten Berlin. Die Zoo-Direktion hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

Die Tierhaltung im Zoo und Tierpark Friedrichsfelde müsste sich grundlegend verändern. Die Grünen-Fraktion forderte den Senat auf, künftig die jährlichen Zuschüsse von derzeit etwa 7,3 Millionen Euro mit Zukunftskonzepten zu verbinden. «Klasse statt Masse» laute die Forderung. Nach Angaben der Grünen hat sich die Zahl der Tiere von 2007 bis 2009 in beiden Anlagen von 21 677 um fast 10 Prozent auf 23 706 erhöht.

«Es ist nicht zu rechtfertigen, dass der Senat die Vergrößerung der Tierbestände subventioniert», sagte Hämmerling. Durch die Vielzahl der Tiere entstünden «immer mehr Zäune, um die Tiere dichter zu packen». So werde den Besuchern «kein naturnahes Erlebnis mehr geboten». Wie andere erfolgreiche Zoos in Deutschland sollten auch die Berliner Tiergärten «Profil mit weniger Tieren» entwickeln. Sollte dies nicht durchgesetzt werden, solle der Senat die Zuschüsse kürzen, forderte die Grünen-Fraktion.

 
Monday, den 01.November 2010

 
 

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