BerlinDie Realisierung des Riesenradprojekts der Great Berlin Wheel GmbH & Co. KG am Zoologischen Garten verzögert sich weiter. Die Abbrucharbeiten auf dem ehemaligen Wirtschaftshof des Zoos, wo das Aussichtsrad errichtet werden soll, dauerten länger als vorgesehen, sagte Geschäftsführer Michael Waiser. "Im Boden wurde alles Mögliche gefunden, was man da nicht haben möchte." Hierzu zähle beispielsweise Asbest in Rohrleitungen, fügte Waiser hinzu.
Das Gelände wurde von Walser für 25 Millionen Euro gekauft und sollte bis Ende Juli vollständig für den Bau des Riesenrads hergerichtet sein. Die Gebäude aus den fünfziger Jahren müssen abgerissen werden, bevor überhaupt die Baugrube für das Riesenrad ausgehoben werden kann. Abgesehen von den Problemen der Grundstücksvorbereitungen sind weitere wesentliche Voraussetzungen zum Bau des Riesenrads bisher nicht erfüllt. So ist nach Waisers Angaben der Bauvertrag mit dem ausführenden Konsortium noch nicht unterzeichnet.
Trotzdem soll noch 2009 mit dem Bau begonnen werden
Die weltweite Finanzkrise habe das Projekt "bisher noch nicht gefährdet", sagte Waiser. Aber der Geldhahn öffne sich erst, wenn der Bauvertrag unterschrieben sei.
Trotz dieser Widrigkeiten geht Waiser nach eigenen Worten davon aus, dass "theoretisch" noch in diesem Jahr mit dem Bau des Riesenrads begonnen werden kann. "Es sei denn, wir kriegen einen sehr harten Winter." Ursprünglich war den Angaben zufolge vorgesehen, das Riesenrad Ende dieses Jahres in Betrieb zu nehmen.
Das Aussichtsrad wird, wenn es gebaut wird, immer noch höher sein als das große Vorbild London Eye mit seinen 135 Metern, an dem übrigens sieben Jahre gearbeitet wurde. Vor ungefähr sieben Jahren begann die Diskussion um das große Rad in Berlin, um seine möglichen Bauherren, um seine Standorte. Die Aussichten für das große City-Projekt sind schwindelerregend, aber auch ernüchternd. (ho/Tsp/ddp)
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