Charlottenburg : Frau im Berliner Zoo von Eisbär verletzt

Aufregung im Berliner Zoo: Eine offenbar geistig verwirrte Frau ist am Freitag in das Eisbärengehege gesprungen. Einer der Bären verletzte die Frau - diese musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

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Eine Frau ist am Karfreitag in das Eisbärengehege im Berliner Zoo gesprungen und von einem der Tiere verletzt worden. Dabei erlitt die offenbar geistig verwirrte Frau Bisswunden am Körper, wie die Polizei tagesspiegel.de mitteilte. Die Verletzte wurde noch vor Ort ärztlich versorgt und dann zur stationären Aufnahme in ein Krankenhaus gebracht.  Bei dem Bären, der die Frau angriff, handele es sich nicht um Publikumsliebling Knut, sagte ein Verantwortlicher des Zoos.

Um 10:30 Uhr war die Frau in den Wassergraben vor der Anlage gesprungen, um "mit den Bären zu schwimmen", schilderte Bärenkurator Heiner Klös das Geschehen. In dem Gehege hätten sich zu diesem Zeitpunkt vier Eisbären befunden, die von zahlreichen Besuchern, darunter viele Familien mit Kindern, beobachtet wurden.

"Es war kurz vor der Fütterung", sagte Klös. Einer der Bären griff die Frau in dem Wassergraben an. Doch Tierpfleger brachten ihn mit Stangen und Futter dazu, von seinem Opfer abzulassen. Dann sei die verletzte Frau aus dem Wasser gezogen worden. Dem Polizeisprecher zufolge erlitt sie Wunden an Armen, Hüfte, Rücken und Beinen.

Der Vorfall hätte "noch schrecklicher" ausgehen können, sagte Klös weiter. Eisbären seien Raubtiere, in deren Gehege auch kein Pfleger gehe. Welcher Eisbär die Frau angegriffen hat, sagte Klös nicht. "Wir wollen das nicht personalisieren", erläuterte er. Die Tierpfleger, die die Frau gerettet haben, erlitten nach Klös' Angaben keine ernsten Verletzungen, aber kleinere Abschürfungen.

Knut hält sich bislang noch in einem Einzelgehege auf. Im Dezember vergangenen Jahres war ein ebenfalls geistig verwirrter Mann aus Cottbus in den Wassergraben von Knut gesprungen. Dann setzte sich der 37-Jährige auf den Bärenfelsen - zu Berlins berühmten Eisbären. Der Eindringling weigerte sich damals, das Gelände zu verlassen und musste  von Polizisten abgeführt werden. (jg/dpa/ddp)

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