Panorama
Mittwoch, 3. März 2010
Keine Love-Story auf dem Knut-Felsen
Gianna muss zurück nach München
Eisbär Knut (r) und seine Freundin Gianna im gemeinsamen Gehege im Zoo in Berlin (Foto vom 07.10.2009). Der Münchener Tierpark Hellabrunn hat alle Spekulationen um das Eisbärenpaar beendet. Gianna muss zurück nach Bayern. Foto: dpa
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Knuts erster Ausflug
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Schlaue Jäger, gute Schwimmer
Eisbären in freier Wildbahn
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Berlin - Am Anfang setzte es eine kräftige Ohrfeige für den Berliner Hausherrn. Doch schon bald begann im Zoo Berlin zwischen der Ex-Münchnerin Gianna und Eisbär-Star Knut (beide 3) ein heißer Flirt. Die Medien und Fans aus der ganzen Welt waren entzückt, filmten und fotografierten die neckischen Spiele der beiden großen Weißen unablässig und wünschten sich in Internet-Chats sehnsüchtig viele „Knutinchen“. Alles schien mehr als ein Jahr nach dem tragischen Tod von Knut-Ziehvater Thomas Dörflein ein gutes Ende zu nehmen. Doch die Gefühlswellen in der riesigen Fan-Gemeinde drohen nun fast überzuschwappen - denn Gianna muss nach München zurück.
Die Love-Story auf dem Bären-Felsen und im Wassergraben beim täglichen zärtlichen Planschen ist mit zwei Schock-Nachrichten in dieser Woche vorbei, bevor sie richtig beginnen kann. Immerhin: Knut hat Glück und wird nicht kastriert, wie es die Tierrechtsorganisation Peta am Dienstag verlangt hatte. Peta befürchtete Inzucht, weil der Berliner Publikumsliebling wie Gianna den Eisbär Olaf zum Opa hat und beide daher genetisch verwandt seien. Aber Gianna muss bald „Servus“ sagen. Denn der Münchner Tierpark Hellabrunn hat alle Spekulationen um das turtelnde Berliner Eisbärpaar beendet. „Die beiden können kein Paar werden, Gianna muss allein im Herbst nach München zurück. Da gibt es kein Reden und kein gar nix“, sagte Sprecherin Doris Schwarzer am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur dpa.
Gianna wird für Hellabrunner Zuchtprogramm gebraucht
„Es ist und bleibt so, wie es ist“, sagte Schwarzer und verwies auf die Vereinbarung mit dem Zoologischen Garten der Hauptstadt. Danach ist Gianna wegen des Umbaus der Bärenanlage in Hellabrunn nur für rund 9 Monate nach Berlin ausgeliehen. Im Streit mit dem Tierpark Neumünster, von dem Knuts Vater Lars stammt, hatte sich der Zoo Berlin mit der Zahlung von 430.000 Euro die alleinigen Rechte an Knut nach einem Gerichtsverfahren sichern können. Doch ein ähnlicher Freikauf ist im Münchner Fall nach Lage der Dinge nicht möglich. Die Münchner brauchen „ihre“ Gianna für eine eigene Zucht auf dem im September völlig neuen Eisbär-Paradies in Hellabrunn.
Erneut nicht zum Zuge kommt damit auch die Tierrechtsorganisation Peta. Schon kurz vor dem ersten Auftritt des damals kleinen und plüschigen Knuts am 23. März 2007 hatten Tierfreunde mit Empörung reagiert, als Peta die Todesspritze für den von seiner Mutter Tosca verstoßenen Knut forderte. Die Handaufzucht widerspreche der Natur, argumentierte damals Peta. „Knut darf leben“ hielt der Zoo dagegen, und damit begann eine in dieser Dimension bisher einmalige Bären- Story, die um die Welt ging. Nach etwas mehr als drei Jahren steuern Knut und der Zoo Berlin einen historischen Rekord an: 2010 wird am Knut-Felsen der 10-millionste Besucher erwartet.
Gianna wird also nur noch bis zum Spätsommer an Knuts Seite das Liebesleben üben dürfen. Der Zoo muss für seinen Star eine neue, im vierten Lebensjahr dann auch geschlechtsreife Partnerin finden. Falls übrigens vor Giannas Rückkehr nach Bayern in einer lauen Hauptstadt- Nacht doch noch einmal etwas „passieren“ sollte, hat Katarina Jewgenow vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in der „Süddeutschen Zeitung“ anstelle der Kastration eine milde Methode empfohlen: „Es würde zur Verhütung ausreichen, Gianna einmal im Jahr die Pille danach zu geben.“ (dpa)
Die Love-Story auf dem Bären-Felsen und im Wassergraben beim täglichen zärtlichen Planschen ist mit zwei Schock-Nachrichten in dieser Woche vorbei, bevor sie richtig beginnen kann. Immerhin: Knut hat Glück und wird nicht kastriert, wie es die Tierrechtsorganisation Peta am Dienstag verlangt hatte. Peta befürchtete Inzucht, weil der Berliner Publikumsliebling wie Gianna den Eisbär Olaf zum Opa hat und beide daher genetisch verwandt seien. Aber Gianna muss bald „Servus“ sagen. Denn der Münchner Tierpark Hellabrunn hat alle Spekulationen um das turtelnde Berliner Eisbärpaar beendet. „Die beiden können kein Paar werden, Gianna muss allein im Herbst nach München zurück. Da gibt es kein Reden und kein gar nix“, sagte Sprecherin Doris Schwarzer am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur dpa.
Gianna wird für Hellabrunner Zuchtprogramm gebraucht
„Es ist und bleibt so, wie es ist“, sagte Schwarzer und verwies auf die Vereinbarung mit dem Zoologischen Garten der Hauptstadt. Danach ist Gianna wegen des Umbaus der Bärenanlage in Hellabrunn nur für rund 9 Monate nach Berlin ausgeliehen. Im Streit mit dem Tierpark Neumünster, von dem Knuts Vater Lars stammt, hatte sich der Zoo Berlin mit der Zahlung von 430.000 Euro die alleinigen Rechte an Knut nach einem Gerichtsverfahren sichern können. Doch ein ähnlicher Freikauf ist im Münchner Fall nach Lage der Dinge nicht möglich. Die Münchner brauchen „ihre“ Gianna für eine eigene Zucht auf dem im September völlig neuen Eisbär-Paradies in Hellabrunn.
Erneut nicht zum Zuge kommt damit auch die Tierrechtsorganisation Peta. Schon kurz vor dem ersten Auftritt des damals kleinen und plüschigen Knuts am 23. März 2007 hatten Tierfreunde mit Empörung reagiert, als Peta die Todesspritze für den von seiner Mutter Tosca verstoßenen Knut forderte. Die Handaufzucht widerspreche der Natur, argumentierte damals Peta. „Knut darf leben“ hielt der Zoo dagegen, und damit begann eine in dieser Dimension bisher einmalige Bären- Story, die um die Welt ging. Nach etwas mehr als drei Jahren steuern Knut und der Zoo Berlin einen historischen Rekord an: 2010 wird am Knut-Felsen der 10-millionste Besucher erwartet.
Gianna wird also nur noch bis zum Spätsommer an Knuts Seite das Liebesleben üben dürfen. Der Zoo muss für seinen Star eine neue, im vierten Lebensjahr dann auch geschlechtsreife Partnerin finden. Falls übrigens vor Giannas Rückkehr nach Bayern in einer lauen Hauptstadt- Nacht doch noch einmal etwas „passieren“ sollte, hat Katarina Jewgenow vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in der „Süddeutschen Zeitung“ anstelle der Kastration eine milde Methode empfohlen: „Es würde zur Verhütung ausreichen, Gianna einmal im Jahr die Pille danach zu geben.“ (dpa)







