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Montag, 13. Oktober 2008

Berliner Zoo schloss Kondolenzbücher für Knut-Ziehvater Dörflein


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Berlins berühmter Eisbär Knut schaut am 07.10.2008 im Berliner Zoo in Richtung Gehegebegrenzung. Dort liegen als Zeichen der Trauer immer noch Blumen, selbstgemalte Bilder und Fotos von Knuts Ziehvater Thomas Dörflein, der am 22. September im Alter von nur 44 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben war. Foto: dpa

Berlin - Der Berliner Zoo hat am Montagabend die Kondolenzbücher für den gestorbenen Eisbär-Knut-Ziehvater Thomas Dörflein geschlossen. Der Tierpfleger wäre am Montag 45 Jahre alt geworden. Er war am 22. September überraschend einem Herzinfarkt infolge einer Thrombose erlegen. Die Trauer um Dörflein war riesengroß. Im Internet bekundeten in den drei Wochen seit Dörfleins Tod 10.713 Menschen vor allem aus Deutschland, aber auch aus aller Welt ihr Beileid. Darunter waren E-Mails aus Vietnam, den USA, der Türkei, den Niederlanden, Schweden und Frankreich. Dörflein hatte den von seiner Mutter verstoßenen kleinen Eisbären Knut mit der Flasche aufgezogen und so Millionen Menschen in aller Welt gerührt.

Auch die beiden in der Verwaltung des Zoos ausgelegten Kondolenzbücher werden geschlossen und der Familie überreicht, sagte Zoo-Sprecherin Claudia Bienek am Montag. Dörflein war am vergangenen Freitag in aller Stille im Familienkreis auf dem Spandauer Friedhof „In den Kisseln“ beigesetzt worden. Schon am ersten Wochenende danach pilgerten Hunderte Berliner an das Urnengrab und legten Blumen, Kerzen und Fotos von Dörflein und seinem Schützling Knut nieder.

Den inzwischen gut 22 Monate alten und über 200 Kilogramm schweren Eisbär haben bereits über fünf Millionen Menschen im Zoo besucht, darunter auch US-Schauspieler Tom Cruise und seine kleine Tochter Suri. Auch seine Schauspiel-Kollegin Angelina Jolie, die derzeit zusammen mit Brad Pitt in Berlin lebt, plant einen Zoobesuch mit den größeren ihrer sechs Kinder.

Die Hunderte von Blumen, Kerzen und Abschiedsbriefe, die seit dem 22. September vor dem Nebeneingang des Zoos und vor Knuts Gehege liegen, sollen vorerst dort bleiben, sagte Bienek. „Es werden ja noch immer frische Blumen niedergelegt.“ Die verwelkten Gebinde würden entfernt. Zoo-Direktor Bernhard Blaszkiewitz und die Kaufmännische Leiterin Gabriele Thöne werden nach Angaben der Sprecherin in den kommenden Tagen „unter Ausschluss der Öffentlichkeit“ einen Kranz für Dörflein an dessen Grabstelle niederlegen. (dpa)


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