Skandal um Berliner Zoo-Chef – Tierrechtler legen neues Beweismaterial vor
PETA Deutschland e.V. fordert den sofortigen Rücktritt des Berliner Zoo-Chefs Blaszkiewitz
Stand: 19. März 2008
Kontakt: Frank Albrecht, Tel.: 07022-978980
Gerlingen – Während Berlins Tierpark- und Zoodirektor Herr Blaszkiewitz gegenüber den Medien von „vertrauenswürdigen Tierhändlern“ spricht, die Kragenbären und Zwergflusspferde aus dem Berliner Tierpark erhielten, liegen PETA Deutschland Beweise vor, die den Tierparkchef in seiner Glaubwürdigkeit nun schwer belasten. PETA fordert aufgrund dieser neuen und erdrückenden Fakten heute den sofortigen Rücktritt des Zoo- und Tierparkchefs.
„Wir können anhand einer Liste nachweisen, dass 12 Zwergflusspferde und 26 Tiger, die von anderen deutschen und europäischen Zoos an diese zwei Tierhändler abgebeben worden sind, spurlos verschwanden.“, so Frank Albrecht von PETA Deutschland e.V. „Von Seriosität und Vertrauenswürdigkeit dieser zwei Händler kann also nicht die Rede sein.“
• 7 Zwergflusspferde verschwanden nach Abgabe aus deutschsprachigen Zoos an den Tierhändler R. spurlos.
• 5 Zwergflusspferde verschwanden nach Abgabe aus deutschsprachigen Zoos an den Tierhändler B. spurlos.
• 11 Sumatratiger verschwanden nach Abgabe aus deutschsprachigen Zoos an den Tierhändler B. spurlos.
• 15 Sumatratiger verschwanden nach Abgabe aus deutschsprachigen Zoos an den Tierhändler B. spurlos.
PETA Deutschland e.V. ist sich sicher, dass der Tierparkdirektor vor der Abgabe der Kragenbären und Zwergflusspferde vom dubiosen Verschwinden dieser anderen Individuen gewusst haben muss. Denn die von PETA Deutschland e.V. dokumentierten Schicksale sind in den entsprechenden, jedoch nur für Zoos zugänglichen, Zuchtbüchern nachlesbar.
„Ein Blick ins Zuchtbuch hätte also ausgereicht um sich über die Seriosität dieser Tierhändler zu informieren. Jeder verantwortungsvolle Zoochef geht so vor.“, so Albrecht abschließend. „Wenn Herr Blaszkiewitz also heute von „vertrauenswürdigen Tierhändlern“ spricht, ist das entweder eiskalte Ignoranz oder fahrlässige Blauäugigkeit. In beiden Fällen ist so ein Zoo- und Tierparkchef, der die Verantwortung für hunderte von nichtmenschlichen Tieren trägt, nicht mehr länger tragbar.“
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