Eisbär Knut im Orient

Die dritten Klassen der Quedlinburger Marktgrundschule hatten den Inszenierungsprozess begleitet und schon vorher mit den Darstellern gesprochen. Bei der Premiere freuten sie sich besonders, die Helden nun in bunten Kostümen (Ausstattung: Susanne Bachmann) wieder zu sehen. Die Geschichte von Aladin, dem Sohn der Schneiderin Esra (Julia Siebenschuh), der vom Seefahrer-Dasein träumt, eine Wunderlampe aus der Höhle holt und dann leider betrogen wird, ist bekannt. In der heimischen Fassung kommen der königliche Ringgeist Sir William, sehr britisch Susanne Rösch, ein Äffchen, ein Braun- und der Eisbär Knut dazu.
Publikumsliebling scheint der große Lampengeist Bao zu sein. Benedikt Florian Schörnig, auch als Großwesir besetzt, wurde in seinem Kostüm zum riesigen Luftkörper mit Tutu-Röckchen aufgeblasen. So zaubert er, nachdem er Autogrammkarten verteilt hat, all das herbei, was Aladin (Jörg Vogel) vorweisen muss, um Prinzessin Smillina (Susanne Rösch) zu bekommen.
Doch er hat die Rechnung ohne den verrückten und habgierigen Zauberer Kittifix gemacht, herrlich hektisch und durchgeknallt Markus Manig, der sich ewig verzaubert, der Aladin die Lampe wieder abnimmt.
Letztlich wird, wie es im Märchen so ist, alles gut: Der intrigante Wesir bekommt einen Tritt, Sultanstochter Smillina stillt ihre Sehnsucht nach Schnee, der Roman "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" lässt grüßen, der trauernde Papa ehelicht die verwitwete Aladin-Mutti und die Zuschauer-Kinder klatschen begeistert. Auch wenn dieser oder jener Wort-Gag wie der Zauberspruch zum Nach-hause-Finden, der mit "Tomtom" beginnt, untergeht.





























