Eisbär Knut soll der neue Zuchtbulle im Zoologischen Garten Berlin werden. Das hat der Zoo-Chef nun verraten. Die Kastrations-Debatte dürfte damit vom Tisch sein. Knut erwartet zudem in diesem Frühjahr einen besonderen Besucher.
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Eisbär Knut und seine Freundin Gianna im Berliner Zoo beim Schmusen.
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Ein Herz und eine Seele.
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Da wird geturtelt und gespielt. Doch bevor es soweit war, gingen einige Wochen ins Land. Rückblick:
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Pausenlos in Bewegung – das war Eisbärin Giovanna – Rufname Gianna – bei ihrem ersten Ausflug ins Freigehege im Berliner Zoo. Für einige Tage hatte sie die Anlage ganz für sich allein - zur Eingewöhnung. Doch dann kam Knut dazu.
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Vorsichtig beäugten sich die beiden erst einmal von weitem. Knut (rechts) schaute zurückhaltend um die Ecke, um zu sehen, was da los ist.
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Liebesgeflüster sieht anders aus.
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Knut war sehr schüchtern und machte vor Gianna Männchen.
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Doch was hat er für große Pfoten und was für eine lange Zunge.
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Ein gemeinsames Bad im Wassergraben war lange Zeit eher die Ausnahme.
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Aber: Irgendwann brach das Eis zwischen Knut und Gianna. Das Publikum erlebte zwar noch keine dicke Freundschaft zwischen den Raubtieren, ...
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... aber die Eisbären-WG im Zoologischen Garten Berlin funktionierte nach wenigen Tagen in friedlicher Ko-Existenz.
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Das sah nach dem Spiel "Fang mich!" aus.
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Es war zum Haare raufen! Immer, wenn Gianna (Foto) ein wenig näher kam, suchte Knut das Weite.
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Ernste Attacken sind kaum noch zu befürchten. Knut hat den ersten Schock verkraftet, als die "Neue" ihn mit einer ordentlichen Backpfeife begrüßte.
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Ein Pfleger sagte über das erste Date: "Es kam wie von uns erwartet. Knut war sehr schüchtern, die Münchnerin (links) hatte eindeutig das Dirndl an."
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Aufgeregt war Gianna, als sie das Gehege erstmals für sich entdeckte. Sie rannte hin und her, warf sich gegen den Felsen, sprang ins Wasser, riss das Maul auf.
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Nachdem sich Gianna in den ersten zwei Wochen mit ihrer neuen Umgebung, den Tierpflegern und Futterzeiten im Innenhof vertraut gemacht hatte, erkundete sie die Außenanlage.
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Etliche Besucher waren sich zunächst nicht im Klaren darüber, dass sie nicht den berühmten Eisbären Knut, sondern einen Gast im Bärenfelsen sahen.
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Begleitet wurde der erste Ausflug ins Freie nicht nur von neugierigen Zoo-Besuchern, sondern auch von Fotografen und Kameraleuten.
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Doch wagte das knapp dreijährige Eisbären-Mädchen auch einen Sprung in den Wassergraben.
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Absprung, Flug, Eintauchen.
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Zoo-Pfleger sagen, die Münchnerin hätte einen dicken Po. Deshalb sei es nicht schlimm, dass sie zunächst keinen großen Hunger hatte.
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Immer wieder sprang Gianna an die Scheibe des Geheges.
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Nach dem Bad im Wassergraben schüttelte sich Gianna...
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... und schüttelte sich...
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... und schüttelte sich.
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Manchmal sah es so aus, als ob Gianna Ausschau nach ihrem neuen Lebensabschnittsgefährten Knut hielt.
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Auf jeden Fall ist es schwer, beide Tiere auseinanderzuhalten. Das ist Gianna.
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Und das ist? Knut!
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Und hier noch einmal der direkte Vergleich: Gianna ist links und Knut ist rechts zu sehen.
Drei Jahre nach seiner Weltpremiere als schneeweißer Baby-Bär wird es bald
ernst im Leben von Eisbär Knut. "Er wird unser neuer Zuchtbulle", sagte
Berlins Zoo-Direktor Bernhard Blaszkiewitz kurz vor dem dritten Jahrestag
des ersten Auftritts von Knut am 23. März.
Es soll also Knut-Nachwuchs geben. Dabei hatte die Tierschutzorganisation Peta
erst kürzlich noch dafür plädiert Knut zu kastrieren, um Inzucht zu
vermeiden. Knut und seine gleichaltrige derzeitige Gefährtin Gianna hätten
mit Eisbär Olaf denselben Großvater. Das berge die Gefahr die genetische
Vielfalt unter den Eisbären zu reduzieren und sogenannte Inzuchtdepressionen
bei Nachfahren auszulösen. Allerdings war bisher von Seiten des Zoos nie die
Rede davon, das Knut und Gianna sich paaren sollten. Das Eisbärenmädchen
lebt eigentlich im Münchner Zoo, war wegen Bauarbeiten an ihrem Gehege im
vergangenen Jahr aber vorübergehend zu Knut nach Berlin ausquartiert worden.
Der Zoo erwartet auerßdem in diesem Frühling den zehnmillionsten Besucher am
Eisbär-Gehege: "Wir zählen nicht mehr einzeln, aber es ist bald soweit",
bestätigte Blaszkiewitz.