Guggemada, was für schnugglische Ogen.“ Ja, das versteht das Zebra aus Sachsen. Wenn es im ostdeutschen Heimatzoo mit seinen hübschen dunklen Augen die Besucher entzückt hat, dann sprachen die mit Dialekt. Ganz anders seine neuen Tierpfleger im Krefelder Zoo. Die wollten den jungen Hengst auf Hochdeutsch aus dem Anhänger locken. Da hat das Zebra „Ogen“ gemacht – und auf stur geschaltet. Erst als ein Pfleger das Tier auf Sächsisch ansprach, ist es in seinen Stall geflitzt. Ähnlich irritiert muss der Berliner Eisbär Knut auf die Münchner Artgenossin Giovanna reagiert haben. Das bayerische Madl hat ihn in seinem Gehege besucht. „Berliner hab’ ich zum Fressen gern“, hat sie vielleicht gesagt – und konnte ja nicht wissen, dass Knut das persönlich nimmt, weil Berliner bei ihm Pfannkuchen sind. An der Sprache liegt’s sicher auch, dass der chinesische Panda Bao Bao im Hauptstadtzoo keine Partnerin findet. Vielleicht könnte ihm erst mal jemand Deutsch beibringen. Oder besser: märkisches Platt. Dann versteht er auch, warum Bambusblätter „jrün“ sind.