Berlin: Knuts Ziehvater Thomas Dörflein ist tot
Montag, 22.09.2008, 20:12Thomas Dörflein, Tierpfleger am Berliner Zoo, ist gestorben. Dörflein hatte 25 Jahre im Zoo gearbeitet und sich dort um Eisbär Knut gekümmert.
Der Ziehvater des weltberühmten Eisbärenbabys Knut, der Berliner Tierpfleger Thomas Dörflein, ist im Alter von nur 44 Jahren gestorben. Dies bestätigte die Berliner Polizei am Montag. Dörflein sei am Mittag leblos in einer Wilmersdorfer Wohnung gefunden wurde. Hinweise auf Fremdverschulden oder einen Selbstmord hatte die Polizei zunächst nicht. Der Pfleger hatte mit seinem aufopferungsvollen Einsatz für das verstoßene Eisbärenbaby die Herzen von Tierfreunden in aller Welt erobert.
Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz zeigte sich tief bestürzt über den Tod des Tierpflegers, der seit mehr als 25 Jahren im Zoo gearbeitet hatte. „Das ist ein schlimmer Verlust für uns“, sagte er der „B.Z.“. „Aber vor allem gehört mein Mitgefühl all denen, die um ihn trauern, seiner Familie, seinen Kindern, seiner Lebensgefährtin, seinen Freunden.“
Auch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, der Pate des Eisbären Knut, reagierte mit Bestürzung. „Ich habe Thomas Dörflein im vergangenen Jahr kennen gelernt und bewundert, wie intensiv und ausdauernd er sich um Knut und die anderen ihm anvertrauten Tiere kümmerte“, sagte Gabriel der „Neuen Presse“ in Hannover.
Als Knut am 5. Dezember 2006 geboren wurde, konnte niemand ahnen, dass das 810 Gramm leichte Pelztier zum Weltstar werden würde. Seine Eisbärenmutter Tosca hatte ihn nach der Geburt verstoßen, also übernahm Tierpfleger Dörflein die Pflege. Der Mann mit dem markanten Zopf und Bart gab Knut Tag und Nacht die Nuckelflasche, rieb ihn mit Babyöl ein und spielte ihm zum Einschlafen Lieder auf der Gitarre vor.
Die Geschichte des hilflosen Eisbärenbabys und seines Ziehvaters ging um die ganze Welt. Im Frühjahr 2007 berichteten mehrere hundert Journalisten vom ersten öffentlichen Auftritt Knuts im Bärengehege. Mit dabei natürlich auch damals sein Pfleger Dörflein und Umweltminister Gabriel. Die Videos, auf denen Dörflein mit Knut herumtollte, wurden rund um den Globus gesandt.
Schöne Gewinne mit Knut
Nach Informationen der „Welt“ wurde Dörflein 1963 in Berlin-Wedding geboren, aufgewachsen ist er in Spandau. Nach dreijähriger Lehre als Pfleger im Zoologischen Garten und dem Kennenlernen aller Reviere bekam er zunächst einen Zeitvertrag, später eine Festanstellung; zuständig für Menschenaffen, Raubtiere und Felsentiere.
Seit 1987 war Dörflein verantwortlich fürs Bärenrevier und für Wölfe, später auch für Windhunde und Nasenbären. Dörflein hat dem Bericht zufolge zwei erwachsene Kinder und wohnte zusammen mit seiner Lebensgefährtin, die einen Sohn im Grundschulalter hat.
Knut hatte sich für den Berliner Zoo als wahrer Schatz erwiesen. Erstmals in der 164-jährigen Geschichte zählte der Zoologische Garten 2007 mehr als drei Millionen Besucher, das entspricht einer Steigerung um gut 27 Prozent gegenüber 2006. Der Bilanzgewinn betrug rund 6,8 Millionen Euro.
Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz zeigte sich tief bestürzt über den Tod des Tierpflegers, der seit mehr als 25 Jahren im Zoo gearbeitet hatte. „Das ist ein schlimmer Verlust für uns“, sagte er der „B.Z.“. „Aber vor allem gehört mein Mitgefühl all denen, die um ihn trauern, seiner Familie, seinen Kindern, seiner Lebensgefährtin, seinen Freunden.“
Auch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, der Pate des Eisbären Knut, reagierte mit Bestürzung. „Ich habe Thomas Dörflein im vergangenen Jahr kennen gelernt und bewundert, wie intensiv und ausdauernd er sich um Knut und die anderen ihm anvertrauten Tiere kümmerte“, sagte Gabriel der „Neuen Presse“ in Hannover.
Als Knut am 5. Dezember 2006 geboren wurde, konnte niemand ahnen, dass das 810 Gramm leichte Pelztier zum Weltstar werden würde. Seine Eisbärenmutter Tosca hatte ihn nach der Geburt verstoßen, also übernahm Tierpfleger Dörflein die Pflege. Der Mann mit dem markanten Zopf und Bart gab Knut Tag und Nacht die Nuckelflasche, rieb ihn mit Babyöl ein und spielte ihm zum Einschlafen Lieder auf der Gitarre vor.
Die Geschichte des hilflosen Eisbärenbabys und seines Ziehvaters ging um die ganze Welt. Im Frühjahr 2007 berichteten mehrere hundert Journalisten vom ersten öffentlichen Auftritt Knuts im Bärengehege. Mit dabei natürlich auch damals sein Pfleger Dörflein und Umweltminister Gabriel. Die Videos, auf denen Dörflein mit Knut herumtollte, wurden rund um den Globus gesandt.
Schöne Gewinne mit Knut
Nach Informationen der „Welt“ wurde Dörflein 1963 in Berlin-Wedding geboren, aufgewachsen ist er in Spandau. Nach dreijähriger Lehre als Pfleger im Zoologischen Garten und dem Kennenlernen aller Reviere bekam er zunächst einen Zeitvertrag, später eine Festanstellung; zuständig für Menschenaffen, Raubtiere und Felsentiere.
Seit 1987 war Dörflein verantwortlich fürs Bärenrevier und für Wölfe, später auch für Windhunde und Nasenbären. Dörflein hat dem Bericht zufolge zwei erwachsene Kinder und wohnte zusammen mit seiner Lebensgefährtin, die einen Sohn im Grundschulalter hat.
Knut hatte sich für den Berliner Zoo als wahrer Schatz erwiesen. Erstmals in der 164-jährigen Geschichte zählte der Zoologische Garten 2007 mehr als drei Millionen Besucher, das entspricht einer Steigerung um gut 27 Prozent gegenüber 2006. Der Bilanzgewinn betrug rund 6,8 Millionen Euro.
Über Dörfleins Tod hatte zuerst die „Berliner Zeitung“ berichtet.
AP
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von Heinz von der Wipper
schade, dass der Mann so früh sterben mußte. Er hätte noch viel Gutes für die Tiere tun können. Friede seiner Asche Antwort schreiben
von Ursula Glass
Ich bin sehr tief betroffen von dieser Nachricht,ein so wunderbarer Mensch musste gehen,leider.Den Angehörigen gilt mein ganzes Mitgefühl.Was Thomas Dörflein geleistet hat ist eine Gedenktafel wert im Zoo von Berlin.Ich habe alles im Fernsehen ferfolgt was von Thomas und Knut berichtet wurde es ist eine Großartige Leistung von Herrn Dörflein und es darf nicht in Vergessenheit geraten! Antwort schreiben
von mano-61
Als ich vom Tod von Thomas Dörflein erfahren habe hatte ich das Gefühl einen Stich ins Herz zu bekommen Es war fast so al ob ich ein Bruder verliere ohne ihm jemals begegnet zu sein.es tut mir auch wahnsinnig leid für seine frau ,ich wünsche ihr alles gute. Antwort schreiben
von Agi
Du hast uns so viel Freude geschenkt! Denkt man an Knut sieht man auch Dich...ihr seid einfach miteinander verbunden! Danke für die vielen schönen Stunden! Antwort schreiben
von Kim
Ein Mann wie ein Bär mit einem Löwenherz aus Gold... Als ich eben am Eingang des Zoo s vorbeifuhr, und die vielen Menschen sah die Blumen und Briefe niederlegten, musste ich hemmungslos weinen. Danke Thomas das wir Dich und Knut begleiten durften. Du hast uns gezeigt was es heißt sich selbst nicht so wichtig zu nehmen, wir werden in Deinem Namen auf den "kleinen" Kerl aufpassen, versprochen... Antwort schreiben
von MR
Es ist gemein, wieder ist ein Tierfreund weniger auf dieser Erde, es hat so wenige davon, dann gehen noch die besten. Ja es ist wahr, schaut Euch Knut an, dann sieht Ihr auch Thomas. Der Familie wünsche ich viel Kraft für die Zukunft, sie hat es am meisten getroffen. Und wir, wir können nicht helfen, nur daran denken. Antwort schreiben
von ZwiebelCharlie
Die Zeit heilt nicht alle Wunden, sie lehrt uns nur mit dem Unbegreiflichen zu leben. Antwort schreiben
von Anita
Die ganze Welt hat einen wunderbaren Mensch verloren. Heute müssen wir das Buch "Kunt der kleine Eisbär" mit einem traurigen Bericht schließen. Antwort schreiben
von Gabriela
Als ich gestern erfuhr, das Thomas Dörflein verstorben sei, war ich fassungslos, schockiert und unendlich traurig, ich konnte es nicht glauben! Es musste sich um einen Irrtum handeln ... in den Nachrichten dann die Meldung. Ein großartiger Tierfreund, der mit viel Herzblut und inniger Zuneigung seinen kleinen Knut groß zog, ist von uns gegangen. Seiner Familie gilt mein aufrichtigtest Beileid! Antwort schreiben
von Evelyne
Die Nachricht hat micht tief getroffen. Seiner Familie und seinen Freunden wünsche ich viel Kraft um diesen Verlust jemals überwinden zu können. Knut wird es sehr schwer haben ohne seinen Thomas, aber er schafft es. Er war ein sympatischer Mensch. Antwort schreiben
von Gabi
Ich bin unendlich traurig über den Tod von Thomas Dörflein. Er war ein großartiger Mensch. Mein tiefes Mitgefühl gilt seinen Angehörigen. Antwort schreiben