LOKALES
So schützen die Pfleger Gianna vor dem wilden Knut (und umgekehrt)
27. September 2009 09.10 Uhr,
ups
Knuts Psychoprobe. Nächste Woche soll es endlich so weit sein. Dann werden er und Gianna zusammen ins Eisbären-Außengehege gelassen.
Das Treffen - ein Test, um herauszufinden, wie der Eisbär auf die Nähe von Artgenossen reagiert. 250 Kilo stehen 250 Kilo gegenüber. Sollte es zu einer Rauferei kommen, würden richtig die Fetzen fliegen.Dabei wäre Gianna nicht unbedingt die Unterlegene, denn auch die Eisbärendame hat einen gewaltigen Punch in den Pranken. "Das Risiko einer Keilerei wollen wir natürlich nicht auf uns nehmen, haben Sicherheitsvorkehrungen getroffen", beruhigt Bären-Kurator Heiner Klös.Wie die aussehen? Pfleger stehen am Gehege Wache, sind mit Schläuchen und Eimern voller Wasser bewaffnet."Sollten sich die Eisbären in die Wolle bekommen, gibt's eine kalte Dusche. Die wirkt immer", sagt Heiner Klös. Zur Not könnten die Kampfhähne auch mit Futter beruhigt werden, mit dem die Pfleger die Gegner aus dem Ring locken.Allerdings sind Pfleger und Kurator guter Hoffnung, dass Knut und Gianna einander vertragen. Hinter den Kulissen haben sich die beiden schon vor dem Kuschelgitter (vergitterte Luke zwischen zwei Innengehegen) beschnuppert und für nicht unsympathisch befunden.Bleibt die Frage, ob Knut und Gianna nach der Gewöhnungsphase füreinander bestimmt sind. Der Zoo erklärt zwar, dass Gianna nur eine begrenzte Zeit bleiben wird. Allerdings könnte sie auch wieder zurückkehren. Immerhin sind beide in gut zwei Jahren geschlechtsreif. Und Knut würde so seine erste Freundin zur Frau bekommen... ups