Tierschützer schlagen Alarm Eisbärin Gianna ist völlig GAGA

Eisbärin Gianna ist völlig GAGA

Ich will nach Hause! Gianna hat die Schnauze voll von Berlin

Foto: Pressefoto Peters
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30.06.2010 — 00:21 Uhr
Von C. ATTENBERGER

Außerhalb Bayerns gibt’s kein Leben – hat schon Franz Josef Strauß selig († 73) gesagt.

Und so mancher Hiesiger ist ja eher traumatisiert aus den mentalen Wüsten des Nordens (Berlin!) heimgekehrt.

Aber das hier geht zu weit: Jetzt ruinieren sie uns da oben im Berliner Zoo auch noch unser Eisbärchen Gianna!

Die Tierrechtsorganisation Peta schlägt Alarm: „Gianna ist verhaltensgestört!“

Frank Albrecht, Zoo-Experte von Peta, kennt Eisbärin Gianna noch aus ihrer Zeit im Münchner Tierpark Hellabrunn: „Damals war sie völlig normal.“ Doch dann musste die Eisbärendame ins Berliner Exil, weil daheim in Hellabrunn die Eisbärenanlage neu gebaut wird.

In Berlin nun hätte Albrecht unsere Gianna fast nicht wiedererkannt. „Sie ist stundenlang auf und ab gelaufen – immer den selben Weg. Fünf Meter zum Baum und zurück. Dann wirft sie ständig die Zunge raus. Sie ist noch verhaltensgestörter als Knut.“

Die Dauer-Nähe von Schmuddelbär Knut war wohl einfach zu viel für die schmucke Weißbär-Dame.

„Die beiden haben einander satt“, so Albrecht. Zumal Handaufzucht Knut sich als stark vermenschlichte Lusche erwies: „Er lässt sich von ihr das Spielzeug wegnehmen. Sie ist der Boss. Sie benimmt sich überhaupt nicht wie ein Weibchen.“

Der Münchner Tierpark-Chef Dr. Andreas Knieriem hält gar nichts von der Peta-Studie: „Giovanna hat keinerlei Verhaltensstörungen.“

Trotzdem treibt er den Bau der Anlage voran: „Im August muss die fertig sein – und wenn wir alle selbst mit anpacken müssen.“

Dann kann unsere Gianna ja bald wieder heim nach München.

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