Berlin – Eisbär Knut geht's nicht gut. Drei zickige Eisbärdamen im Berliner Zoo mobben, beißen und ignorieren ihn. Der Publikumsliebling saß stundenlang zitternd und traurig auf einem Felsen. Doch dann stand plötzlich die kleine Zoo-Besucherin Nane (6) vor seinem Fenster...
Das kleine Mädchen mit einer rot-weiß gestreiften Strickmütze besuchte den einsamen Knut (3) – und hielt stolz eine Eisbär-Plüschfigur in den kleinen Händen, zeigte sie ihm. Knut reckte die Schnauze hoch, schien an dem Kuscheltier schnuppern zu wollen.
Hat er sich erkannt? Kann er sich an die schönen Momente mit Pfleger Thomas Dörflein († 2008) erinnern?
Damals, vor noch nicht einmal drei Jahren, als die ersten Fotos des Eisbärbabys weltweit für Furore sorgten und der Berliner Zoo eine ungeahnte Aufmerksamkeit erfuhr. Wie lange scheint das alles her zu sein!
In der Zwischenzeit war Knut erst einmal glücklich verliebt – in die fesche Eisbären-Dame Gianna. Leider war sie nur eine Leihgabe des Münchner Tierparks Hellabrunn, musste im August wieder zurück.
Ein weiteres Mal musste er sich von jemandem trennen, der ihm sehr nahe stand. Kann das einem Eisbären zusetzen?
Gestern erschütterte ein aktuelles Video die Knut-Fangemeinde!
Es zeigt, wie Knut von seiner Mitbewohnerin Katjuscha grundlos angegriffen wird. Die anderen beiden Eisbär-Damen im Gehege, Muttertier Tosca und Neuzugang Nancy, gehen gegen ihn in Stellung. Ein Video ohne Tonspur – denn es habe „zu viele Angstschreie“ gegeben, schreibt die Augenzeugin auf ihrer Internetseite.
Die Bilder des traurigen Knut schockten nicht nur die Menschen in Berlin. Bären-Kurator Heiner Klös (51) beruhigt die Fan-Gemeinde. Klös zu BILD: „Das sind normale Raufereien. Knut muss erwachsen werden, da gehören Maßregelungen durch Ältere dazu.“