#### In Memoriam * Hartmuth Wiedenroth († 03.06.2011) * ####
Ein großer Tier- und Menschenfreund
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Thema: Eisbär Knut - So war sein Leben / The Knut Diary
Bewertung:


if you are ready for another trip down memory lane

bear hugs

Barbara



Auch ein Satz aus dem Internet Kondolenzbuch des Berliner Zoo:

"...Knut und Thomas Dörflein haben lange Zeit in den Nachrichten die fürchterlichen Bilder der Selbsttötungen, Autobomben und des Leides in der Welt wenigstens für einen kurzen Augenblick verdrängt und Wärme in die Welt gebracht...

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Stimmt !

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Hartmuth

www.knut-forever-in-our-hearts.de
The Knut diary / Das Knut Tagebuch
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Spendenaufruf: Ein Denkmal für Knut / A Memorial for Knut !


Hartmuth:
Auch ein Satz aus dem Internet Kondolenzbuch des Berliner Zoo:

"...Knut und Thomas Dörflein haben lange Zeit in den Nachrichten die fürchterlichen Bilder der Selbsttötungen, Autobomben und des Leides in der Welt wenigstens für einen kurzen Augenblick verdrängt und Wärme in die Welt gebracht...

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Stimmt !

Stimmt genau! Und dafür gebührt Thomas Dörflein unser Dank! Wieviel schöne Stunden, wieviel Herzenswärme man erfahren durfte - auch über Landesgrenzen hinaus und auch wenn man nicht persönlich anwesend sein konnte!

Diese tiefen Gefühle kann kein Tod auslöschen! Niemals!

lg
kiwi aus österreich

Hartmuth




Pietät- und geschmacklos.

Die Todesursache von Thomas Dörflein war noch nicht festgestellt, da fingen Leute in Dörfleins Namen schon an, die Knut-Freunde um Spenden zu bitten.

Das ist der absolute Gipfel an Geschmacklosigkeit!
Pietät und Rücksicht auf den Schmerz der Angehörigen haben diese falschen Tierfreunde nicht.

Leute, geht diesen Typen nicht auf den Leim!







@gudi
Jetzt muss ich neben all den Tränen, die ich in diesen dunklen Tagen um diesen grossartigen, warmherzigen Menschen weine, fast ein wenig schmunzeln!
Mir geht es ähnlich: ich habe einen Hund, Kiwi (die mir meinen Nickname geliehen hat), ein quirrliges, eigenwilliges Cocker-Mädel.
Thomas Dörflein war mir stets für den Umgang mit meinem Hund ein grosses Vorbild: seine Ruhe, seine Gelassenheit, seine natürliche Autorität, diese unbeschreibliche Art der Zwiesprache zwischen zwei verschiedenen Arten: Tier und Mensch.....
Auch ich verwende unbewusst Ausdrücke, wie sie TD bei Knut verwendet.
Oft ertappe ich mich dabei, dass ich sie mit "Komm, Komm Kiwi" rufe und - wenn ich sie von irgendwo schnell wegbekommen möchte, sage ich "Husch,Husch"....

Er hätte uns noch so unendlich viel zu sagen gehabt, soviel hätte man noch zu lernen... er fehlt so sehr!

In Verbundenheit grüßt aus Österreich
Helga (Kiwi)









Guten Abend, liebe Knutfreunde.

Ich habe lange überlegt, ob ich einen Zoo-Bericht schreiben soll. Birgit und Gudrun haben schon alles gesagt. Aber dennoch möchte ich ein paar Zeilen schreiben und bitte Euch um Verzeihung, wenn sie vielleicht zu rührselig sind.

Ich wollte Thomas Dörflein zum Abschied noch etwas schenken. Wenigstens einen Blumengruß. Am Bahnhof Friedrichstraße sah ich wunderschöne Rosen. Intuitiv kaufte ich weiße. Ich weiß nicht warum, vielleicht dachte ich an meine Mutter. Sie hatte sich weiße Rosen auf ihrem Sarg gewünscht und ich hatte ihr den Wunsch erfüllt. Ich ließ mir einen einen Strauß machen, den ich ablegen wollte und zwei einzelne Rosen, für zwei Knutfreundinnen.

Vor dem Löwentor lagen bereits viele Blumensträuße. Dazwischen Zeitungsausschnitte mit dem Bild von Thomas Dörflein. Und Kinderzeichnungen.

Ich ging zu Knuts Anlage. Dort waren nur wenige Menschen. Aber es lagen bereits viele Blumen da. Wir Knutianer müssen alle vom selben Geist beseelt sein. Ich saß viele weiße Rosen. Einzeln, in Sträußen und in Gestecken. Dazwischen auch immer wieder Bilder und Kinderzeichnungen. Knut hatte einen frischen Sandhaufen bekommen.

Knut, den wir trösten wollten, tröstete uns. Er hatte seine Drei-Kugel-Pflanze beim Wickel und schleuderte sie herum. Dann warf er sie ins Wasser und sich hinterher. Immer wieder.
Wir, die wir mit traurigen, verweinten Gesichtern gekommen waren, lächelten auf einmal.
In dem Moment verzogen sich auch die Wolken und die ersten zaghaften Sonnenstrahlen kamen hervor.

Ich ging zum Bärentor. Auch dort lagen sehr viele Blumensträuße. In den Ritzen des Bärentores steckten weiße Rosen. Überhaupt war das heute die vorherrschende Farbe, ich habe es ja schon geschrieben. Aber auch andere Blumen gab es, z.B. Sonnenblumen und Alpenveilchen. Dazwischen immer wieder Bilder, Kinderzeichnungen, liebevoll gestaltete Briefe und auch Plüschtiere.

Ich legte meinen Blumenstrauß dazwischen und setzte einen kleinen Eisbären obendrauf.
Gestern gab es keine Schaufütterungen. Weil ich nicht aufdringlich sein und ans Tor klopfen wollte, hing ich eine Tüte, in der einige Kleinigkeiten für Knut und seine Pfleger waren, ans Bärentor.

Überhaupt ging ich heute kaum vom Bärenrevier weg. So wie man kaum das Haus verlässt, wenn daheim etwas Furchtbares passiert ist. Ich setzte mich auf eine Bank bei den großen Eisbären. Eine Dame kam vorbei. Ich hatte sie schon oft gesehen, aber noch nie mit ihr gesprochen. Heute lud ich sie auf den Platz neben mir ein. Sie setzte sich zu mir und wir redeten auf einmal, als ob wir uns schon viele Jahre kennen. Natürlich gab es heute nur ein Thema…

Fortsetzung folgt...



Hier ist sie...

Es wurde kurz nach halb elf, vor der Eisbärenanlage drängelten sich die Menschen. Meine neue Bekannte meinte, heute würde es wohl auch keine Fütterung geben. Ich meinte, wir können doch noch ein bisschen warten, hier in der Sonne zu sitzen sei doch wunderschön.

Gut das wir gewartet hatten. Kurze Zeit später kam Herr Röbke. Sehr blass, sehr still, sehr traurig. Aber die Fütterung der Eisbären machte er gut. Er behielt einige große Stücke Fleisch zurück und nahm sie mit hinters Gitter, von wo aus immer die Brötchen und Nüsse verteilt werden. Zwei Stücke warf er zu den Damen und einen großen Knochen zu Lars. Man konnte also durch die Scheibe Aug in Auge zu sehen, wie Lars sich über den Knochen hermacht.

Eigentlich wollte ich Herrn Röbke heute gar nicht ansprechen. Aber ich wollte auch nicht, dass meine Tüte am Bärentor Beine bekommt. Ich hatte schon einige Kinder verscheucht, die den Inhalt begehrlich musterten.

Herr Röbke war heute sehr still, aber freundlich. Er sagte, dass er gleich die Malaienbären füttern würde. Ich ging anschließend zu den Malaienbären, aber Herr Röbke war schon vor mir da. Er nahm meine Tüte, ließ die Malaienbären hinein und bestückte dann die Anlage.

Obwohl es Herrn Röbke heute sichtlich sehr schlecht ging, was wohl verständlich ist, machte er wieder eine sehr schöne Malaienbärenfütterung. Er steckte Rosinenbrot und Obststücke in die Felsritzen. Auf den Baumstämmen wurden heute Kuchen und Laugenbrezeln platziert. Zum Schluß übergoss Herr Röbke alles großzügig mit Honig.

Den Malaien schmeckte es wie immer. Und Ernst, der schlaue Kerl, stürzte sich sofort auf den Kuchen.

Nach der Malaienbärenfütterung ging ich wieder zu Knut. Der hatte sich auf seinem neuen Sandhaufen zusammengerollt und schlief, die linke Vorderpfote vorm Gesicht.

Ich drehte dann eine ausgiebige Zoo-Runde, war bei Kito und Ine, aber ohne Adolpho zu sehen. Im Raubtierhaus war ich auch und habe gestaunt, dass Max und Moritz schon Mähnen bekommen. Allerdings ist einer der Brüder viel kleiner als der andere.

Aber sonst kann ich über den Zoo nicht viel berichten, denn immer wieder zog es mich zum Bärenrevier. Zu den anderen Menschen, die so trauerten wie ich. Wenn wir miteinander sprachen, gab es nur ein Thema: Warum musste Thomas Dörflein so jung sterben? Eine Frage, auf die niemand eine Antwort wusste. Auf die es keine Antwort gibt.

Die Nasenbärenfütterung fiel heute aus. Herr Röbke kam heraus mit zwei Eimern in der Hand. Sein Gesicht wirkte wie versteinert. Die meisten Zoo-Besucher respektierten seine Trauer, kaum jemand sprach ihn an. Die Fütterungen von Knut und den Braunbären gingen heute schnell über die Bühne. Aber trotzdem gibt es etwas Nettes davon zu berichten.
Herr Röbke warf Knut einen Fisch zu. Knut stellte sich auf die Hinterbeine und fing den Fisch mit dem Maul, ganz wie sein Vater Lars. Knut bekam viele leckere Sachen, sehr schöne Weintrauben, Äpfel, Möhren, Birnen, ein Croissant und einen halben Kürbis.

Wir freuten uns über Knuts Sprünge in den Graben und über seinen gesunden Appetit.
Es war wie schon am Morgen. Knut zauberte uns ein Lächeln ins Gesicht. Er machte uns an diesem traurigen Tag wieder ein wenig froh. Es war ein ganz klein wenig so wie früher…

Mir fiel es heute sehr schwer, den Zoo zu verlassen. Ich weiß, Thomas Dörflein ist nicht mehr unter uns. Aber dort, im Zoo, am Bärenrevier, bei Knut, den er so geliebt hat, war ich ihm irgendwie innerlich nahe…

@ SpreewaldMarion
Der Tag war sehr traurig. Danke, dass Du heute im Zoo warst. Gemeinsam ist Trauer leichter zu tragen.

@ Elke Frank
@ Danielle

Es liegen heute von Euch zwei weiße Rosen bei Knut.

Liebe Grüße

Yeo





Vielen Dank, Yeoman, für Deinen sentimentalen Zoobericht....
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Gudi, Dein Beitrag geht vollkommen okay. In diesen Tagen sind Gedanken, wie Du sie beschreibst, absolut normal. Ich bin mir sicher, das sehr sehr viele Menschen es auch heute noch immer nicht realisiert haben, das der Bärenvater nicht mehr unter uns weilt.

Ja, es gibt viele Worte von Thomas Dörflein, die unvergessen bleiben werden.
Da ist das inzwischen berühmte *Knut, husch, husch, husch*. Man hörte sie immer wenn der Eisbärjunge nicht gleich reagierte.
Oder da ist das allen bekannte *Er ist ja noch`n kleenet Kind*. Ja, das ist Knut immer noch.

Im Tagesspiegel ist es heute nachzulesen: Hinter den Kulissen wurde noch gekuschelt, als schon längst ein Verbot ausgesprochen war. Ein Thomas Dörflein ließ sich halt nicht verbiegen. Nur er wusste genau, wann der Punkt der Trennung da sein würde. Nur er wusste was gut für den Bären und was richtig für ihn war.

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Inzwischen sind weit über 4.000 Einträge im Internet Zoo Kondolenzbuch enthalten. Seit 19 Uhr wurde es wieder gestoppt und so wird man erst morgen früh erfahren, wieviele es dann sein werden. Ich schätze weit über 5.000.

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Erinnerungen

Ein Wort das in diesen Tagen unheimlich schwer fällt... Erinnerungen an eine wunderbare Zeit zwischen Tier und Mensch.











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Hartmuth

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The Knut diary / Das Knut Tagebuch
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Nach dem Tod von Knuts Pfleger

Zoo verzichtet auf Trauerfeier für Dörflein


Der Pfleger von Eisbär Knut war durch seinen Job zur öffentlichen Person geworden. Sein Tod jedoch soll Familiensache bleiben. Der Zoo selbst wird daher keine Trauerfeier veranstalten. Auch über den definitiven Termin herrscht (noch) Stillschweigen. Ein Termin für die Beerdigung von Knut-Ziehvater Thomas Dörflein steht noch nicht fest. Eine Möglichkeit sei aber, Dörflein am 13. Oktober beizusetzen. Das sagte Dörfleins Schwester Patrizia Grünberg. An dem Tag wäre Thomas Dörflein 45 Jahre alt geworden. Deswegen wünscht sich Dörfleins Freundin Daniela (35) dieses Datum....> weiter

Quelle: Berliner Morgenpost / Online / 24.09.2008

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Dann sollte es machbar sein, das sich am Tag der Beerdigung ALLE Knut und Thomas Dörflein Freunde aus Fern und Nah zu der Zeit der Beisetzung im Berliner Zoo treffen um ihm still und im Gedenken die letzte Ehe zu erweisen. Das ist ein Wunsch, der inzwischen von vielen Menschen ausgesprochen wird.

Hartmuth

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Eingang Bahnhof Zoo




Am Eingang zum Bäreninnenhof


Am Gehege
Wer kann mir erklären, daß ich meinen Ziehvater Thomas Dörflein nicht mehr sehen werde. Ich liebte ihn doch so sehr. Knut














Es haben Besucher viele Kerzen an den Gehegen von Herrn Dörfleins Bären angezündet. Überall dort wo er am meisten stand.
Ich bin fassungslos.






Yeoman, Danke. Mehr kann ich im Moment nicht dazu schreiben...mir rollen die Tränen.







SylviaMicky, Thank you so much for the pictures of today. They make me cry but I really need to see them. It hurts, it hurts so much...

Mervi

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