#### In Memoriam * Hartmuth Wiedenroth († 03.06.2011) * ####
Ein großer Tier- und Menschenfreund
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Thema: Eisbär Knut - So war sein Leben / The Knut Diary
Bewertung:


In der "Potsdamer Neuesten Nachrichten" kommt in einem Knut-Artikel der FDP-Politiker zu Wort:

Dem Berliner FDP-Politiker Mirco Dragowski fällt ein ganz anderer Film ein, wenn er an die Zoodramen denkt: Man kommt sich schon vor wie bei ,Täglich grüßt das Murmeltier‘“. Die Berliner sorgten sich um ihren Zoo, und an der Zooleitung pralle das völlig ab: „Die Zoovorstände berufen sich immer auf ihre drei Millionen Besucher und sehen keinerlei Handlungsbedarf.“ Dabei sei es völlig unverständlich, warum „zeitgemäße Zookonzepte, die auf Enrichment (Abwechslung) setzen, ausgerechnet im artenreichsten Zoo der Welt fehlen.“ Der englische Fachbegriff Enrichment steht für lehrreiche Beschäftigung, um das Dasein auf wenig Quadratmetern erträglicher zu machen, damit die Tiere keine Stereotypien entwickeln. Sogar die „Süddeutsche Zeitung“ verhöhnte den Hauptstadtzoo und seine Geschäftsführung schon mit einem großen Bericht und der Schlagzeile „Berlin, ein Tierversuch“.


Der ganze Artikel:

http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/341933/

Conny



Verbesserung der Unterbringung von Knut


Chella

ich schlage vor, Knut in Eisbären zu ändern, denn es geht uns ja wirklich nicht ausschließlich um Knut, die Mädels liegen uns auch am Herzen.

Uli




Und sein australisches Eisbärenspielzeug könne man Knut jetzt derzeit nicht geben, so Bärenkurator Klös: Dann käme es zu neuen Verteilungskämpfen mit Mutter Tosca und den beiden anderen Eisbärinnen. Knut könne ja mit Blättern und Gräsern spielen. Und schwimmen täte er auch gern.


Wir reden nicht über ein Spielzeug für Knut, wir möchten, das alle 4 Bären spielen!

Im alten Wassergraben dümpelt genug Beschäftigungsmaterial für alle 4 Bären, sie könnten sogar auswählen. Und wenn das nicht reichen sollte, bitte sagen, wir kaufen noch etwas dazu.

Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert.

Uli




Zu dem Tagsspiegel-Artikel gibt es im Anschluss eine lebhafte Diskussion bei den Kommentaren:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/zoo-verteidigt-den-umgang-mit-knut/1961788.html?commentSort=chrono#kommentare

Das kostbarste Vermächtnis eines Lebewesens ist die Spur, die seine Liebe in unseren Herzen zurückgelassen hat.


Ich hatte hier im Forum schon einmal vor ca. einem halben Jahr ein dpa-Bild von dem "jungen Lars" eingestellt, was vor elf Jahren gemacht wurde.



Der dpa-Reporter schrieb damals:

Übermütig spielt am Montag (22.03.1999) Eisbär "Lars" mit einem Plastikkanister im Wasserbecken seines Geheges im Tierpark Neumünster. Das sechs Jahre alte und rund 800 Kilogramm schwere Raubtier geht lieber seinem Spiel- als seinem Fortpflanzungstrieb nach. Vor zwei Jahren kam "Lars" aus München um zusammen mit der 26jährigen "Moskwa" für Nachwuchs zu sorgen.


Wir sehen hier also, dass Lars auch im Alter von sechs Jahren noch viel lieber gespielt hat (an den Zoo: Wo bleibt Spielzeug!!!!???) und sich noch gar nicht um das Kindermachen gekümmert hat - das kam erst später, obwohl er schon früh "Damenkontakt" hatte.

WENN KNUT ALSO NACH SEINEM VATER KOMMT, DANN WIRD ER SICH NOCH VIEL ZEIT LASSEN - UND HÄTTE VIEL LIEBER EINEN SOOOO SCHÖNEN BLAUEN KANISTER ALS DREI ALTE MÄDELS.


Conny



Dabei sollte Lars nur ein älteres Eisbärmädchen glücklich machen, der arme - noch viel jüngere Knut - soll gleich 3e verzaubern ...

Klar, dass er in Panik gerät ..




Von Hans Zippert

Die Welt: Zippert zappt

Der Eisbär Knut hat Probleme. Er wird von den drei Eisbärendamen, mit denen er sein Gehege teilt, gemobbt, gebissen und gedemütigt. Dabei sollte er mit ihnen eigentlich neue Eisbären zeugen. Nun sitzt er furchtsam in einer Ecke und denkt nur noch an Flucht und nicht an Fortpflanzung.

Blutproben sollen zeigen, ob der Eisbär möglicherweise homosexuell ist, wobei Bürgermeister Wowereit davor warnte, Knut zu diskriminieren. Wenn er schwul sei, dann sei das gut so. Ein Sprecher der CDU-Fraktion zeigte sich erleichtert, dass der Bär wenigstens kein Muslim ist, verlangte aber, das Tier solle sich besser integrieren, es lebe in einem deutschen Zoo und müsse ein klares Bekenntnis zur deutschen Leitkultur ablegen. Der Bär zeige ein übertrieben unterwürfiges Verhalten, das für einen deutschen Eisbären nicht akzeptabel sei. Bahn-Chef Grube bot an, den Bären tiefer zu legen, Wirtschaftsminister Brüderle schlug vor, ausländische Fachkräfte anzuwerben, die Knuts Job erledigen könnten. Bildungsministerin Schavan regte dagegen an, sich in Deutschland umzuschauen und sexuell hoch qualifizierte Hartz-IV-Bären einzusetzen.

Quelle

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DIE FRAGE: Finden Bärinnen Knut unattraktiv?

Heiner Klös, Bären-Kurator, Zoologischer Garten, Berlin: 'Gut, die eine der Bärinnen hat Knut ziemlich hart angegriffen. Aber das ist völlig normal. Die drei Damen sind ja alle über 20 Jahre alt, Knut ist vier. Körperlich ist er ihnen mit 270 Kilo einfach zu schmächtig. Aber: Für sein Alter ist er völlig normal entwickelt. Er flirtet und guckt auch schon mal, mehr war eben noch nicht. Wir suchen jetzt weltweit nach einer passenden Bärin für ihn. Wichtig ist vor allem, dass es vom Alter her stimmt. Das Ganze soll als ein Tauschgeschäft ablaufen. Wir würden ein anderes Tier dafür abgeben.'

Quelle

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Taxi Kasupke
Kasupke sagt, wie es ist

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Wat is denn da im Eisbärn-Jeheje los? Unsa Knut wird rumjeschubst, und zwar von drei weiblichen Artjenossen, die ihn an det raue Leben und den Jeschlechterkampf jewöhnen solln. Det hat jedenfalls der Zoodirektor jestern im Radio erzählt. Die Berliner müssten sich keene Sorjen machen um ihrn Lieblingsbären, det jehöre eben zum Erwachsen wern dazu, hatta jesacht. Na, mir tut der arme Kerl trotzdem leid. Mit drei Weibern fertich wern is wirklich keen Honichschlecken. Mir reicht schon eene und wenn denn Schwiejamutta und Freundin Hilde jleichzeitich zu Besuch kommen, hab ick nüscht mehr zu melden. Villeicht hat Knut denn ja in seine Höhle noch'n warmet Plätzchen für mich frei...

kasupke@morgenpost.de




Ich frage mich, wer eigentlich Zootiere bei diesem Betonen der Fortpflanzung "vermenschlicht", die Zoobetreiber oder die Zoobesucher. Wessen "Trieb" soll ausgelebt werden? Darf sich das Zootier selbst entscheiden oder wird es gezwungen? So wie augenblicklich mit Knut umgegangen wird, sieht es mir eher nach Zwang aus. "Er muss lernen sich durchzusetzen". So reden Väter mit den Müttern, wenn dem Jungen in der Sandkiste wieder ein Spielzeug abgenommen wurde. Bei einem handaufgezogenen Eisbären ist das doch wohl völlig fehlgesteuert. Und wenn man schon so schön vermenschlicht, dann wenigstens Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ein untergewichtiger Eisbär mit einer überlegenen Eisbärin reicht völlig aus.

Barbara



Uli,

danke! Ein bischen Humor macht diese Tragödie etwas erträglicher. Humor ist eben, wenn man trotzdem lacht.

Barbara,

"er muß seinen Trieb ausleben", wer sagt das?

Klingt , als sei da eine Menge Projektion im Spiel.

"Was Peter über Paul sagt, sagt uns mehr über Peter, als über Paul" (C.G.Jung)

Lily





Mit dem Züchten hat es bei Dr. B. selbst ja leider auch nicht geklappt. Wohin darf er jetzt abgeschoben werden?



Lily,
der Bezug zur Triebsteuerung ist von mir.

Ich kann nur immer wieder darauf hinweisen, dass mehr Zodirektorinnen gebraucht werden.Damit die Familienplanung in Zoos endlich in vertretbare Bahnen gelenkt wird. Wenn die modernen Möglichkeiten der Sterilisation genutzt werden, können männliche Tiere mit in der Gruppe gehalten werden und es muss in Zoos weniger gegen das Tierschutzgesetz verstossen werden. Dass Tiertötungen aufgrund von Platzmangel einen vernünftigen Grund darstellen sollen, macht mir niemand weis.

Im vergangenen Jahr schnappte ich in Bremerhaven eine kurze Unterhaltung zwischen Tierpflegern am Pumagehege auf. Auf meine Nachfrage wurde mir bestätigt, dass bei den Pumakatern eine Sterilisation vorgenommen worden war. Wen hat der Zoo am Meer als Leitung? Eine Direktorin.

Im Zoo-Ranking 2009, das in den 'International Zoo News' veröffentlicht wird, weist der Autor darauf hin, dass die Zoos, die beide Gruppen anführen - Gruppe A mit mehr als 1 Mio Besuchern und Gruppe B mit mehr als 500 000 Besuchern - von einer Direktorin geleitet werden.Als interessant stellt der Autor heraus, dass in Gruppe A drei Zoos von einer Direktorin geführt werden und in Gruppe B sieben Zoos. Das Verhältnis von 1:7 ( weiblich:männlich ) sei vermutlich niedriger als in vergleichbaren Organisationen.

Der deutsche Zusammenschluss outet sich immer noch als *Verband Deutscher Zoodirektoren*.

Barbara



Um 9.00 lag Knut auf der vorderen rechten Seite und schlief. Es regnete mal wieder und es war kalt. Er bemerkte dann die Bären über ihm auf dem Felsen. Er schlich dann in hintere rechte Ecke. Auf dem Weg dorthin fand er drei Beschäftigungsblättlein. Er legte sich dann in die Ecke auf die Steine und kaute drauf rum. Bei der Fütterung fiel ein Fisch ins Wasser. Den versuchte er auf alle möglichen Gelegenheiten aus dem Wasser zu fischen. Es blieb ihm aber nichts anderes übrig, als ins Wasser zu gehen.
Er schwamm dann lange im Wasser und fand noch einen Rest vom Hundekauknochen. Mit dem vergnügte er sich dann. Er war auch oft an der Scheibe und begrüßte die kleinen und großen Besucher. Da es wieder anfing zu regnen bin ich gegangen. Knut war noch im Wasser.
Tosca und Nancy lagen auf dem Stein und Kati stand vor ihrer Höhle.
Heute waren auch zwei Besucherinnen da, die in München waren. Sie hörten gar nicht auf zu schwärmen. Und wenn ich mir dann noch die Bilder aus dem Zoo Hannover ansehe, werde ich immer wütender.
Ein Fernsehteam war an der Anlage und fragte einen Mitarbeiter des Zoos allen Ernstes, ob man die Bären nicht reizen könnte. Sie würden ja nichts machen. Wie krank ist denn das.





SylviaMicky:
... ob man die Bären nicht reizen könnte. Sie würden ja nichts machen. Wie krank ist denn das.



Meine Empfehlung: einer vom Team springt 'rein, während der andere filmt...



Ich war vorgestern im Affenhaus. Ich konnte aber keine Kugeln auf den Gittern entdecken.

Um 9.00






Kati








Knut dachte der Pfleger kommt und stellte sich hoch










Knut entdeckte die Bärinnen




und fand das Beschäftigungsblättlein














Irgendetwas erweckte seine Aufmerksamkeit


















Endlich Essen
















Kati schaute der Fütterung zu. Blieb aber oben








Er sucht den Fisch










Ab und zu wurde zu den Bärinnen geschaut


Danach wurde weiter nach dem Fisch gesucht


Tosca und Nancy wurden durch das laute Geplansche aufmerksam, blieben aber oben


Endlich im Wasser




Mit Restkaukochen


Erstmal den Besuchern zeigen




















Gegen Mittag










Sylvia
Ein Fernsehteam war an der Anlage und fragte einen Mitarbeiter des Zoos allen Ernstes, ob man die Bären nicht reizen könnte. Sie würden ja nichts machen.


Was sollen sie denn machen? Sie dürfen ja keine Spielzeug haben.

Barbara,
eine Zoodirektorin wäre eine gute Lösung. Statt einem strengen, autoritären Vater eine liebevolle Mutter, welche die ihr anvertrauten Tiere hegt und pflegt, für sie sorgt, mit Einfühlung, Umsicht und Mitgefühl, so wie "Mutter Natur" für ihre Geschöpfe sorgt. Wie ist das eigentlich mit der Quotenregelung?

Lily

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