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Thema: Eisbär Knut - So war sein Leben / The Knut Diary Bewertung:  |
Dear Doris, Gisela and Sylvia,
thank you very much for your reports and pictures from the Zoo.
Dear Patricia,
thank you very much for having translated in English the two new reports from the Zoo and for having remembered the gift I gave to our beloved Knut 2 weeks ago when I was in Berlin (and you were in Berlin as well).
Dear Friends,
since we are all worried because Knut does not have toys to play with at the moment, do you think that a petition to be submitted to media could be useful in order to make them obtained by him? Please, let me know what you think about that.
Through the new pictures it seems that today the situation between Knut and Tosca has been more relaxed than yesterday and the day before yesterday, even if they did not have any direct contact.
I really hope that everything can be better day by day and I am looking forward to have good news from Berlin.
Sincere greetings.
Patrizia
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Eifelgirl
Er vermisst weder sein Mulchbett, noch sein Spielzeug, noch sein Futter, noch sein altes kleines Gehege.
Woher wissen Sie das? Hat Knut es Ihnen geschrieben, hat er angerufen oder gemailt? Haben Sie es geträumt oder haben Sie mit Knuts Pflegern gesprochen?
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Aber leider kommt das dermassen destruktiv rüber, dass ich immer seltener hier reinschaue.
Mein Wunsch und Vorschlag, Sie schauen nur noch in andere Knutforen.
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Nur mal zur Erinnerung: die Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren des BMELV enthalten kein wenn-ich-nicht-will-muss-ich-nicht Geschwurbel. Es sind Mindestanforderungen. Vom Verband der Zoodirektoren selbst formuliert.*
5. Großbären einschließlich
Großer Panda [...] Gehegeeinrichtung
Stall: Einstreu, bei Bodenheizung
nicht erforderlich. Klettergelegenheiten,
Beschäftigungsmöglichkeiten
und Badestelle sowie Teilbereiche
mit Natursubstrat notwendig.
Offensichtlich muss durch die Zoobesucher an die Versprechungen erinnert werden. Die Tiere haben keine allgemein verständliche Stimme, um sich zu melden, wenn ihnen strunzlangweilig ist, sie den ganzen Tag auf Steinen laufen und ihr eigenes Badewasser trinken müssen.

Barbara
*Und diese Zusammenstellung der "Mindestanforderungen" wurde im gleichen Gutachten von den Differenzgutachten von Organisationen, die sich für den Schutz von Tieren einsetzen, begleitet, weil sie die Mindestanforderungen nicht unkommentiert stehenlassen konnten.
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Ein Gespenst beherrscht seit Jahrhunderten die Tierforschung! Seit der berühmteste Naturwissenschaftler und Philosoph Rene Descartes festgestellt hat, dass Tiere keiner Gefühle mächtig seien.
Bis heute wird leider vielerorts an diesem cartesianischen Weltbild festgehalten - ja es scheint auch heute noch eine Todsünde, zu denken dass Tiere
Gefühle, wie Angst, Freude etc. entwickeln.
Ich habe von Studien gelesen, in denen angehende Veterinäre oder Ethologen ihre wissenschaftlichen Arbeiten zurückgegeben wurden, weil sie etwa den Satz "Das Tier zeigt Angst" verwendet haben, weil Angst ein Gefühl bezeichnet und dieses einem Tier nicht zuzuschreiben ist. Viele Ethologen, die an frei lebenden Tieren forschten, mussten sich beim Schreiben ihrer Berichte sprachlich regelrecht verbiegen. War es z.B. beim Beobachten von Elefanten offensichtlich, dass ein bestimmtes Tier Spass und Freude an einer Tätigkeit zeigte, durfte man das natürlich nicht in dieser Form dokumentieren. Zudem war es verpönt, den beobachteten Tieren Namen zu geben - man musste Zahlen zuteilen!
So kam es dann zu skurrilen Formulierungen, wie "Elefant Nr. 16 verhält sich in einer Weise, die man als Freude oder Spass bezeichnen würde, wäre Nr. 16 ein Mensch"... (Quelle: E.Beck: Wer denken will, muss fühlen)
Diese offensichtliche Angst erkenne ich auch darin, dass es Vermenschlichung wäre, einem Tier die Möglichkeit zum Spielen zu geben!
Schade, dass die Verantwortlichen über Jahrhunderte hinweg nichts dazugelernt haben!
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Eifelgirl
Können Sie sich nicht mit etwas anderem beschäftigen?
Lily
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Kiwi
danke für Deinen Eintrag. Es sind vor allem die "Herren der Schöpfung" , die Probleme damit haben, Gefühle überhaupt wahrzunehmen, auch ihre eigenen, von Mitgefühl gar nicht zu reden. Gefühl und Mitgefühl werden gern als "typisch weiblich" abgetan und verachtet. Ein schwaches Selbstbewußtsein braucht die Herabsetzung des "Anderen".
(Reporter dieses Forums und Knutfreunde sind nicht gemeint).
Aber die Dinge ändern sich. Mittlerweile sind Verstand und Gefühl gefragt.
Lily
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dear Patrizia,
I think a petition would be a wonderful idea to try to get enrichment not only for Knut but for all the other animals of the Berlin Zoo too.
Which way to collect as many signatures as possible?
I don't know if this forum would bring enough support.
Collection could also be done over Care2 Action Alerts.
Maybe the petition should after closing be sent to the Berlin Senat and to the media.
To encourage the media for publication and comment the organisation
Pro Wildlife might be willing to help and inform the press?
Something should be done soon!
Chella
dear
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Diesen Spruch von CHARLES DARWIN hatte ich gestern auf meinem Kalender:
Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück; sie werden durch dieselben Gemütsbewegungen betroffen wie wir.
Es wäre schön, wenn das auch bei den Verantwortlichen für die Tiere einmal ankäme!
Das kostbarste Vermächtnis eines Lebewesens ist die Spur, die seine Liebe in unseren Herzen zurückgelassen hat.
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Chella
Enrichment as well as an area, covered with mulch or chopped wood for a comfortable resting place is badly needed. A petition would be great. Why not in this forum? There would be hundreds of signatures.
Lily
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Hallo Ihr lieben
habe mal Google nachgeschaut:
Im Allwetterzoo Münster werden nicht nur die Besucher bei Laune gehalten...!
Die meisten Wildtiere verwenden viel Energie auf die tägliche Nahrungssuche. Im Zoo jedoch muss sich kein Tier ums Futter sorgen. Frisches Obst, saftige Fleischstücke oder Mehlwürmer werden maulgerecht serviert. Doch das Schlaraffenland birgt auch Nachteile. Intelligente Tiere wie Schimpansen oder Elefanten wollen gefordert werden, und selbst dem Löwen, der den Großteil des Tages verdöst, wird es irgendwann langweilig. „Deshalb ist die Beschäftigung und somit die Förderung der körperlichen und geistigen Fitness von Tieren ein wesentliches Element fortschrittlicher Zootierhaltung“, sagt Dr. Dirk Wewers, Kurator im Allwetterzoo. „Möglichkeiten gibt es viele, sie reichen über Trainingsprogramme und verstecktes Futter bis hin zu Duftreizen und Spielzeug“.
Elefanten beispielsweise sind in Asien bis zu 20 Stunden täglich auf den Beinen, um satt zu werden. Im Zoo bringt der Futterwagen Heu, Gemüse und Obst. Zum Ausgleich arbeiten die Pfleger im Allwetterzoo mit den Elefanten. Hebt „Kanaudi“ ein Bein oder den Rüssel auf Zuruf, haben die Besucher Freude. Doch das ist nur nettes Beiwerk, denn die Tierpfleger sind auf das Training angewiesen. Nur ein Elefant, der an den ständigen Umgang mit seinen Pflegern gewöhnt ist, kann im sogenannten ungeschützten Kontakt zwischen Mensch und Tier gehalten werden. Auch bei den Kegelrobben im Allwetterzoo gibt es ein tägliches Training. „Freya“ springt aus dem Wasser, klettert Stufen empor oder wälzt sich nach Aufforderung auf den Rücken. Zur Belohnung gibt’s einen Fisch. Das Training macht der Robbe sichtlich Spaß und fördert ihre Beweglichkeit. Und dazu gibt es, wie bei den Elefanten, einen Nebeneffekt: Eine Robbe, die es gelernt hat, sich still hinzulegen und berühren zu lassen, lässt sich ohne Stress auch von der Zootierärztin untersuchen oder ins Maul schauen.
Mit Futter kann man Tiere besonders leicht beschäftigen. So ist bei den Elefanten im Allwetterzoo die tägliche Fütterung durch Besucher Bestandteil des tiergärtnerischen Programms. Serviert der Tierpfleger ihnen dicke Äste mit Laub und Rinde, sind sie ebenfalls gut beschäftigt! Andere Tiere, vor allem Menschenaffen, müssen sich anstrengen, um an leckeres Futter zu gelangen. Mal verstecken die Pfleger Erdnüsse im Stroh, mal in Labyrinth-Holzkisten. Sie füllen Quark in Gartenschlauchstücke und Brei in Kanister. Oder sie stopfen Rosinen in so genannte „Futterhölzchen“. Das sind Abschnitte von dickeren Ästen, in die viele Löcher gebohrt wurden. Um an das versteckte Futter zu gelangen, setzen die Affen Zeit und Geschicklichkeit ein.
Doch nicht nur Elefanten und Menschenaffen werden mit der Futtersuche oder anderweitig beschäftigt. Programme gibt es auch für andere Tiere. So hängt im Gehege der Gehaubten Kapuziner ein spiralförmiges Holzrad, das regelmäßig mit Mehlwürmern gefüllt wird. Die flinken Affen sind findig genug, um an die Leckerbissen zu gelangen. Den Löwen werden die Fleischstücke oftmals in hoch oben im Gehege aufgehängten Jutesäcken serviert. Das Fleisch für die Geparde verstecken die Pfleger in den Bäumen der Anlage. Bären oder Tiger freuen sich im Sommer über „Eisbomben“, das sind in Wassereimern eingefrorene Leckereien. Um an diese zu gelangen, sind die Tiere eine Weile beschäftigt! Für die Malaienbären befestigen die Tierpfleger hin und wieder Kanister mit Obst in einem Baum.
Gerüche sind ebenfalls eine gute Methode, Zootieren ungewohnte Reize zu bieten. So werden Jutesäcke voll Huftierkot ins Gehege der Tiger gelegt. Die großen Katzen rollen sich auf den duftenden Säcken, sind sichtlich erregt und zerreißen sie schließlich. Löwen lieben Gewürze wie Curry, die mit Stroh oder Heu vermengt in Säcke gefüllt werden. Auch Bären werden mit Gewürzen oder ätherischen Ölen beschäftigt. Die Tierpfleger legen Geruchsspuren kreuz und quer im Gehege oder versprühen Düfte mit einer Wasserpistole. Neugierig folgen die Bären der Spur, um herauszufinden, woher der fremde Geruch stammt.
Selbst Vögel werden im Allwetterzoo beschäftigt. Ein gutes Beispiel sind die Keas; die wahrscheinlich verspieltesten Vögel überhaupt! Das Futter wird in Kisten, Kartons oder Säcke verpackt, die die Papageien mit ihren langen kräftigen Schnäbeln ratz-fatz aufreißen. Keas bekommen auch oft neues Spielzeug, seien es Fahrradreifen, Fußbälle, Gummistiefel, alte Besen oder eine Billardkugel. Spielzeug gibt es auch für andere Tiere. So können die Syrischen Braunbären schaukeln und die Nashörner mit großen Bällen spielen. Schimpansen spielen mit Papierrollen, Orang-Utans mit leeren Plastiktonnen und die Pinguine mit allem, was sich bewegt. Ihr täglicher Marsch über Besucherwege dient vorwiegend der Fitness. Unterwegs schauen die Pinguine aber neugierig nach allem, womit sie vielleicht spielen könnten, Kordeln an Kinderanoraks beispielsweise.
Die Liste der Beschäftigungsmöglichkeiten ist lang und wird ständig erneuert, denn schließlich ist alles langweilig, was man zu gut kennt. Dass aber sogar Fische mit „Spielzeug“ beschäftigt werden, ist wohl am ungewöhnlichsten. Fressen können die tropischen Drückerfische die abgestorbenen Korallen nicht, mit denen sie bei Laune gehalten werden. Doch sie knacken die Stückchen mit Vorliebe auseinander.
05.09.07
Also Tiere brauchen eine Beschäftigung
es muß ja nicht viel sein...
Lg Eure Birgit B
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dieses Bild stammt aus dem Metro Zoo in Cleveland.
Hierbei handelt es sich um Eisbärin Aurora (*1982) die sich an einem künstlichen (etwas schlanken) Walroß erfreuen darf.
Gruss Birgit B
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Selbst Vögel werden im Allwetterzoo beschäftigt. Ein gutes Beispiel sind die Keas; die wahrscheinlich verspieltesten Vögel überhaupt! Das Futter wird in Kisten, Kartons oder Säcke verpackt, die die Papageien mit ihren langen kräftigen Schnäbeln ratz-fatz aufreißen. Keas bekommen auch oft neues Spielzeug, seien es Fahrradreifen, Fußbälle, Gummistiefel, alte Besen oder eine Billardkugel. Spielzeug gibt es auch für andere Tiere. So können die Syrischen Braunbären schaukeln und die Nashörner mit großen Bällen spielen. Schimpansen spielen mit Papierrollen, Orang-Utans mit leeren Plastiktonnen und die Pinguine mit allem, was sich bewegt. Ihr täglicher Marsch über Besucherwege dient vorwiegend der Fitness. Unterwegs schauen die Pinguine aber neugierig nach allem, womit sie vielleicht spielen könnten, Kordeln an Kinderanoraks beispielsweise.
Laut Dr. B. ist das alles menschlicher Abfall und gehört nicht in die Tiergehege!
Auch wenn es den Tiern und den Besuchern Spaß machen würde!
Das kostbarste Vermächtnis eines Lebewesens ist die Spur, die seine Liebe in unseren Herzen zurückgelassen hat.
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Selbstredend sind Zootiere nicht verpflichtet "für die Besucher" zu spielen. Sie erhalten unter Anderem vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten als Ersatz dafür, dass sie nicht in ihrem angestammten Lebensraum leben ürfen.
Was für ein verheerendes Signal geht davon aus, wenn Zootiere teilnahmslos in ihren Gehegen liegen. Natürlich habe ich mich auch schon am Bärenfelsen über Kommentare geärgert wie "die machen ja nichts". Aber, es steckt Wahrheit darin. "Sie" machen tatsächlich nichts. Wie denn auch? Wir meinen Tiere aus ihrem angestammten Lebensraum holen zu dürfen, erzählen einander - siehe websites der Zoos und der Zoo-Organisationen - dass wir mit den Zoos aufklärerische und informierende Zwecke verfolgen und zeigen den Besuchern dann an vielen Stellen wie es nicht sein sollte. Ohne dass erläutert wird, was in welchem Gehege gegen tiergärtnerische Regeln verstösst und was man besser machen sollte. Und die vielen hundertausend Besucher, die die Zoos Jahr für Jahr besuchen, gehen nach Hause und denken, so könne man mit Tieren umgehen. Und dann wundern wir uns unter welchen Bedingungen Haustiere, aber auch exotische Tiere, in Wohnungen gehalten werden.
Geldmangel ist kein Argument. Warum soll es ethisch vertretbar sein Tieren Leid zuzufügen, weil kein Geld da ist? Warum soll es ethisch vertretbar sein darauf zu verweisen, dass in einigen Jahren dieses oder jenes Gehege umgestaltet werden soll? Wenn ein Gehege heute nicht als Ersatzlebensraum für eine Tierart geeignet ist, dann muss ich die Vermehrung so lange stoppen und die vorhandenen Tiere abgeben bis ich dieser Tierart ihren Lebensraum bieten kann. Oder die Haltung dieser Tierart komplett beenden.Nochmals: Geldmangel ist keine Ermächtigung dafür Tieren Leid zuzufügen.Ganz abgesehen davon was als "Geldmangel" nach aussen verkauft wird.Eine gemeinnützige Organisation, die angibt sich dem Tierschutz verpflichtet zu fühlen, hat sich auch unter diesem Gesichtspunkt überprüfen zu lassen. Ohne gekreuzte Finger hinter dem Rücken und Zwinkern in den Augen, wenn der Auftrag an das Wirtschaftsprüfungsunternehmen vergeben wird.
Barbara
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Gebt doch einfach dem jungen Eisbären etwas Zeit, sich an die neue Umgebung, neue Fütterungszeiten, neue Gesellschaft zu gewöhnen und seine Ängste zu überwinden.
Was soll denn aus ihm werden, wenn er Zeit seines Lebens in einem Gehege verbringen muss, in dem er sich nicht wohl fühlt und Angst vor anderen Eisbären manifestiert, die über das Normale hinaus geht.
Das braucht Zeit und einen normalen Tagesablauf, wie bei allen Tieren und Kindern. Er muß sich sicher fühlen und Tiere und Kinder fühlen sicher bei ständig wiederkehrenden Ritualen.
Und wenn er sich langweilt, wird er sich mit Tosca beschäftigen, ist nur eine Sache der Zeit.
Wird er aber nicht, wenn er andere Dinge für seine Langeweile hat, z.B. 'Spielzeug'.
Gottseidank scheint das der Berliner Zoo genauso zu sehen und schert sich nicht um aufgebrachte Damen, die vor lauter Liebe gar nicht mehr wissen, dass Knut eine Handaufzucht war und deshalb besonders sorgfältige soziale Eingliederungsmaßnahmen braucht.
Wenn er so weit ist, wird er sich wieder beschäftigen. Mit allem, was er auf der Anlage findet.
Mit Sicherheit mit seinen 3 Kolleginnen.
Wieso ich das alles weiß?
ich habe Zeit meines Lebens immer Haustiere gehabt, geschundene, geschlagene, Katzen und Hunde, die keiner mehr haben wollte. Alle hatten einen seelischen Knacks.
Und alle sind recht glücklich geworden.
Tiere wissen ganz genau, was sie brauchen, so verhalten sie sich.Ob Haustier oder Zootier. Sie brauchen ihre Zeit, um mit neuen Situationen fertig zu werden.
Wie die Menschen auch.
Für diese Erkenntnis braucht es keine wissenschaftliche Abhandlungen sondern nur eine Beobachtungsgabe, einen Blick auf das Tier und eine Interpretation im Sinne des Tieres nicht im Sinne des Menschen.
Die Frage, die sich jeder Tierfreund stellen muß ist die:
Soll das Tier zufrieden sein oder will in erster Linie ich als Tierbesitzer oder in diesem Fall als Zoobesucher zufrieden sein.
Wer ernsthaft darüber nachdenkt, wird sicherlich eine Spur Egoismus in seinem Schrei nach tollem Spezialspielzeug für Eisbären entdecken.
Ist einfach so, als ob ein Kind den ersten Schultag hat - da packt man den Ranzen auch nicht voller Spielzeug.
Und das aus gutem Grund...
Tiere und Gefühle, Schmerzen, Trauer: Hoffentlich ist der Schreiberin das Sonntagsschnitzel nicht im Halse stecken geblieben.
Kommentar dazu entbehrlich, lebe seit Jahrzehnten vegetarisch.
Schönen Sonntag noch.
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Heute Morgen war Knut allein zu Haus. Von Tosca war nichts zu sehen. Wir haben schon gemunkelt, dass sie sich in den letzten Tagen überfressen hat und mit Bauchweh in der Höhle liegt. Aber sie hatte wohl nur keine Lust nach draußen zu kommen.
Knut lag auf der rechten äußersten Seite und schlief. Er schaute aber immer wieder hoch, wo denn Tosca ist. Irgendwann ging er dann ins Wasser, immer wieder mit suchendem Blick. Als von Tosca nichts zu sehen war, schwamm er seine Runden und begrüßte die Besucher an der Scheibe.
Als H. Röbke mit dem Futtereimer kam, war Tosca noch immer in der Höhle. So wurde Knut alleine gefüttert. Die Fütterung fand in der Ecke vor der Glasscheibe statt. Als Knut mit dem fressen fast fertig war, schüttelte H. Röbke den Eimer mit den Walnüssen um Tosca zu locken. Aber sie glänzte durch Abwesenheit.
Knut suchte in Ruhe, ob er noch etwas Essbares findet und knackte auch schon mal eine Walnuss.
Dann kam Tosca. Sie schaute lange in die Runde und wundert sich wahrscheinlich immer noch, dass neuerdings so viele Besucher vor dem Gehege stehen.
Als Tosca dann ins Wasser sprang, lief Knut auf die Felsen und schaute von oben nach ihr.
Tosca fand heute außer Walnüssen und Brötchen nichts mehr.
Als Tosca wieder aus dem Wasser kam, lief sie um den rechten Felsen, den auch Knut gerade umkreiste. Dann trafen sie sich. Knut schnaufte und brummte, blieb aber stehen. Solche Begegnungen gab es heute öfter. Sie waren sich gaz nah.
Tosca stand einige Meter weit weg, als Knut sie abermals anschnaufte. Da "galoppierte" sie förmlich zu ihm hin, als wenn sie sagen wollte, jetzt hast du einen Grund um zu schnaufen. Es war aber nie bösartig. Ich denke, Tosca will einfach nur spielen. Sie versuchte es heute immer wieder. Knut war die meiste Zeit auf dem vorderen Steinplateau und verkroch sich nicht in die Ecke. Tosca ist sehr geduldig und wird Knut schon dazu bringen, dass er Vertrauen zu ihr bekommt.
Als ich gegangen bin, haben beide tief und fest geschlafen.
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