#### In Memoriam * Hartmuth Wiedenroth († 03.06.2011) * ####
Ein großer Tier- und Menschenfreund
Seiten: Anfang ... 1311 1312 1313 1314 1315 ... Ende Zurück zur Übersicht
Autor
Thema: Eisbär Knut - So war sein Leben / The Knut Diary
Bewertung:


Weil wir gestern zu dritt ins Englische/Italienische übersetzt haben, hier die Frage:

wer ist so freundlich und hilft bei der Übersetzung der Zooberichte von Monika und Sylvia ins Englische? Ich habe für heute Abend (jetzt) übernommen mich um die Tiere auf einem Hof in der Nachbarschaft zu kümmern. Danke schon mal!

Barbara




Fütterung und spielen











Wie komm ich da nur ran?



vielleicht klappt es ja mit paddeln



mal von der anderen Seite probieren







erneuter Versuch



























einen kleinen Zwischensnack



auf Toscas Insel





Er wollte wieder hinunter aber traute sich nicht. Dabei ist es dort nicht hoch. Knut zitterte am ganzen Körper.









Nachdem er sich endlich getraut hat, ging es ihm wieder gut.













Knut hat den ersten Tag auf der großen Anlage geschafft und doch recht gut gemeistert. Allerdings steht ihm die größte Herausforderung ja noch bevor. Drücken wir alle die Daumen, dass es weiterhin so gut klappt.
Auch habe ich mich gefreut, dass Doris und Jessie heute kurz im Zoo waren um Knut in einem weiteren neuen Lebensabschnitt zu begleiten. Alles Gute weiterhin für eine schnelle Genesung, liebe Doris.
[IMG]




Dear All, herewith an English translation of Monika's report (Sylvia's one will follow later this evening).

Monika’s Report (sorry, English translation is not soo good because I had to make it very quickly).

The events of the morning have already been described in full detail. At about 13.30 h, Knut went slowly –as if he was walking on ice – towards the water and drank quite a lot. Shortly thereafter, he went into the water and started to swim around in the entire pool, sniffing at Lars’ former isle and Tosca’s one. He also came to the glass shield for a short while. Although the keepers first worried about the fact that so far he did not eat, they were nicely surprised to find him already in the water. And so, the grapes wee the first that came flying. Knut was a bit helpless and did not know quite exactly where to eat them. Well, obviously, he is no longer having a kitchen table and so, he was eating them in the water. Then fishes, meat and the other stuff followed their way in the water and a lot of food was thrown on Lars’ isle. Nevertheless, Knut could not or dare not enter the isle and he was sitting beside it and tried to fish the food, maybe hoping that the food would come swimming. But alas, it did not help. Again and again, he tried to climb the isle and fished for the leftovers (and there a still some on it). After lunch, Knuti continued his swimming. And then Mrs. Weckert arrived with two big twigs and throw them into the water. First, Knuti looked at them, but shortly thereafter started to play (just as he was used to do before). We were all so relieved. Shortly thereafter, things changed a little. Knuti was on Tosca’s isle and trembled over his entire body. An this took quite a while. When he then finally found the courage to jump into the water, everything went better again. He played a little with the twigs and continued his swimming. It goes without saying that I would have wished to stay longer, but after 7.50 hours my feet started to protest.
Pics and a little video will follow shortly (Note PR: they already arrived, thank you Monika).
In any case, our little bear has mastered his first day. Since RBB was also present, maybe there will be something shown in Abendschau.




danke Monika
für Deinen Bericht und Fotos....
Ja für Knut ist alles neu.
Er muß sich erst zurechtfinden.
Wenn wir Umziehen haben wir auch probleme.
Im paar Tagen sieht alles anders aus.

Ja nach seinem Futter muß er suchen wo was ist....weil alles so weit weg ist
aber die Fotos sprechen für sich...
sie erinnen sehr an ::::::Lars
Lg Birgit B



Wir konnten leider erst um 16.00 im Zoo, bei unserem Knut sein. Wir haben keinen "glücklichen" Bären erlebt, nein, ganz im Gegenteil!!! Knut lief/schwamm immer ein und die selbe Strecke ab. Irgendwann kletterte er auf Mamas Insel, dort saß er dann, hat am ganzen Körper gezittert, sogar das winzige Pflänzchen zwischen seinen Tatzen zitterte wie Espenlaub!!! Eine junge Frau, mit Mann oder Freund, stand bei Knut und hat bei diesem traurigen Anblick geweint!!! Manche Besucher fanden es aber wohl lustig, Knut in so einem erbärmlichen Zustand zu sehen, traurig!!! Vergeblich versuchten die Pfleger, Knut zur Abendmahlzeit herein zu locken, da half kein rasseln mit der Türe, er bewegte sich nicht. Da lag er nun, unser "kleiner" Knut, einsam und verlassen auf Mamas Insel, und wir mussten leider gehen. Gute Nacht, lieber, kleiner Knut, wir glauben fest daran, bald wird alles gut!!!

DIE WELT "OHNE" KNUT, IST WIE EIN HIMMEL OHNE STERNE!


Guten Abend,

Ich habe gerade die Schilderungen des heutigen Vormittags gelesen und zögere jetzt ein wenig, meine Eindrücke von heute abend hier wiederzugeben...aber gut.

Als ich kam - (gegen 16.30) schwann Knut im Bereich der Inseln herum, langsam und bedächtig. Dann stieg er auf die Insel am linken Beckenrand, setzte sich hin und begann stark zu zittern. So etwas habe ich ehrlich gesagt noch nie gesehen. (Vielleicht vergleichbar mit dem Zittern eines Hundes.) Trotz der Distanz sah ich das sehr deutlich; sein ganzer Unterkiefer wackelte, und die Pflanze, die zwischen seine Vorderpfoten geraten war, die zitterte gleich mit.
Manchmal gähnte er, rollte sich ein und schien für kurze Zeit ein wenig zu schlafen. Wenn er dann aufwachte, setzte auch das Zittern wieder ein.
Er nahm einmal kurz den Ast hoch, der dort lag, spielte ein Minute damit, ließ ihn wieder liegen.
Seine Bewegungen sind verlangsamt und zögernd. Es gelingt ihm auch nicht, eine bequeme Haltung einzunehmen. Er rutscht ein bißchen von hier nach da, aber es ist offensichtlich: die Anspannung läßt nicht nach.
Als ich ging (kurz vor 19.00), da lag er immer noch auf dieser Insel, und ich glaube kaum, daß er sie heute nacht verlassen wird.

Ich hoffe, ich mache jetzt niemanden traurig, aber das war das Bild, das sich mir heute bot.




Es gibt eine Erscheinung, die wird postoperatives Zittern genannt.

Als Postoperatives (Kälte-)zittern (Shivering) bezeichnet man ein unwillkürliches, nicht unterdrückbares Zittern, durch das der Körper Wärmeverluste (Hypothermie), die durch eine Narkose (Allgemeinanästhesie) oder Regionalanästhesie entstanden sind, auszugleichen versucht. Es tritt bei 5–60 Prozent der Patienten auf.


und dann habe ich noch die website der Tierärzte der FU BÄRlin gefunden, die sich tatsächlich *VeteriBär* nennt.
Schaut mal, was für ein Tier bei denen auf der website auf den Fotos ist.

Patricia Roberts
thank you for your translation!

Barbara



Hallo Barbara,

wie ich gehört habe, ist Knut gestern nur für kurze Zeit (30 Minuten) betäubt worden. Ich kann natürlich nicht ausschließen, daß es da Zusammenhänge geben könnte.

Aber der Eindruck, der bei mir vorherrschte, den würde ich eher mit "psychischem Streß" bezeichnen. Das ganze Erscheinungsbild, die Körperhaltung, die zurückgenommenen Bewegungen - das habe ich bei Knut auch beobachtet, als er Gianna das erste Mal in seinem Gehege sah. Allerdings hat er da nicht in dieser Weise gezittert.



In dem Bericht steht aber auch, dass das Zittern nach einigen Stunden nach der Narkose nachlassen soll. Die Narkose bei Knut war ja wohl bereits vorgestern abend. Heute Vormittag war er lediglich müde. Er schlich über die Anlage, aber ich denke dass das am ersten Tag nicht unbedingt unnormal ist. Das mit dem starken zittern, fing erst am Nachmittag an. Eine Stammbesucherin informierte auch die Pfleger. Ob noch jemand nach Knut gesehen hat, weiß ich nicht. Vielleicht waren die neuen Eindrücke doch zu viel am ersten Tag. Mal abwarten, wie es morgen aussieht.




Vielen Dank an Monika für die Fotos von Knut und dass Ihr Euch in Berlin so rührend um den Eisbären kümmert. Als der Pfleger damals von heute auf morgen starb, war das für Knut sicherlich eine Traumatisierung. Er lief im Gehege auf und ab und hielt ständig Ausschau nach dem Pfleger. Eine Eisbärenmutter hatte er ebenfalls nicht. Dem Junge fehlt bestimmt eine ordentliche Portion Substanz. In der Arktis wäre er lebensunfähig. Mit Gianna wurde der fehlende Körperkontakt, den er als Eisbärenbaby nicht bekam, etwas ausgeglichen. Dann ging Gianna von heute auf morgen. Ich höre zwar desöfteren, dass ihm Gianna nicht fehlt und dass er den Verlust gut wegsteckte. Bin mir da aber aufgrund der Vergangenheitserlebnisse nicht so sicher. Ich beobachte, dass Raubtiere hochempfindsam sind. Beim Tiger beobachte ich, dass sie genau merken, wenn ein provokativer Mensch vor ihnen steht. Die Ausstrahlung, die Schwingung, das kommt rüber. Es wurde beobachtet, dass Pferde beim Schlachttransport Tränen hatten. Käme Knut in einen anderen Zoo, hätte er sicherlich dieses Angstzittern auch. Hoffentlich klappt das dort in den nächsten Wochen. Ein bisschen Vertrauen ins Leben und in die Pfleger habe ich schon, obwohl ich Nationalparks vorziehe. Ich bin zwar nur ein Laie, mache jedoch so meine Beobachtungen mit Tieren. Es wird bestimmt gut gehen, das hoffe ich.
Alles Liebe
Gitte




Liebe Knutfreunde,

die große Sorge um Knut hat es dann doch geschafft mich in den Zoo zu treiben. Nicht lange und nicht immer auf eigenen Füßen stehend, aber immerhin bei Knut.

Für die vielen Karten, Mails, Bilder von Knut und die guten Wünsche möchte ich mich bei allen Knutfreunden von ganzem Herzen bedanken. Es war wirklich rührend. Jessie hat immer fleißig alles ins Krankenhaus geschleppt und wenn ich selbst zu matschig war, mir alles vorgelesen. Der Empfang heute hat mich auch fast umgehauen. Vielen, vielen Dank!!

Wir waren so froh Knut im Wasser spielen zu sehen, ihn ganz dicht an die Scheibe schwimmen zu sehen, neugierig auf seine Besucher schauend.

Als er nicht auf die Insel von Lars wollte, haben wir geschmunzelt, schließlich macht Knut immer gern was Knut möchte. Das macht ihn so liebenswert.

Die erste Zitterepisode störte uns jedoch auch mächtig, allerdings konnten wir noch beruhigt nach Hause gehen da er letztlich doch ins Wasser gesprungen ist und sich dort wohlzufühlen schien. Zu der Zeit wussten wir nicht, dass es ihm später wieder schlechter gehen würde.

Bilder gibt es morgen.

Doris



Guten Abend an alle Knut Freunde in Nah und Fern.

Vielen Dank nochmal für die vielen Beiträge heute und für die aktuellen Berichte aus dem Zoo über den Zustand von Knut. Abgesehen von der geschilderten Situation am Abend (das Zittern) ist der Tag für den noch nicht ganz vierjährigen Bären den Umständen entsprechend gut verlaufen. Wie wird er die Nacht überstehen, ist er doch noch in seine Höhle gegangen ? Fragen, auf die es erst morgen eine Antwort geben wird.

Inzwischen ist der Umzug in den Medien. Wann wurde weltweit je ein Umzug eines Eisbären von einer Anlage zu einer anderen Anlage im gleichen Zoo so beachtet ?
Das zeigt uns Allen, die Hype rund um Knut ist noch lange nicht vorbei. Im Gegenteil, jetzt gehts erst wieder richtig los, denn jetzt wird er langsam erwachsen und es wird interessant.
Eines kann man mit Sicherheit sagen: Die Hype um Knut endet NIE. Und das ist auch gut so. Der weltweit berühmteste und teuerste Eisbär wird weiterhin keine Sekunde von seinen Fans aus den Augen gelassen. Und das ist auch gut so !! Es ist auch viel mehr Platz am Gehege für die Besucher.

Und noch etwas fällt mir zur Anlage ein:
Am 22.September jährt sich zum 2.Mal der Todestag von Thomas Dörflein, dem leider viel zu früh verstorbenen Teil des Dreamteams Dörflein-Knut.
Hier an der großen Anlage bietet eine lange Hecke genügend Platz um viele viele Blumensträuße an diesem Gedenkstag abzulegen bzw. in die Hecke zu stecken...


Ich wünsche Allen eine gute Nacht und morgen einen hoffentlich guten Tag, besonders für unseren Eisbärjungen.

Und...ich freue mich auch mit darüber das viele Knut Freunde heute wieder Doris und Jessie im Zoo begrüßen konnten. Weiterhin gute Besserung für Doris.

Good evening to you all Knut friends around the world. It was a very incredible day for our polar bear kid Knut. Knut on a new place, on the big polar bear enclosure. First he was a little bit tired and shy but than he checked out the new situation and his enclosure. It seems he got some problems at evening regarding the anesthesia one day before. We all hope that he is in a good mood tomorrow.

Wish you all a good end of the day. Thanks for your entries today. Wish you also a good day tomorrow.
Have a good time.

Greetings from Bearlin

Hartmuth

-

www.knut-forever-in-our-hearts.de
The Knut diary / Das Knut Tagebuch
-
Spendenaufruf: Ein Denkmal für Knut / A Memorial for Knut !


Leider ist das Format zu groß für den Rahmen, daher sieht man einige Dinge nicht. Aber ich habe das Video nun so eingestellt und verändere es in den nächsten Tagen.

http://www.katisafari.de



Hallo Gitte,

noch ein Wort - Du nennst es "Angstzittern", das trifft es gut. - Sie sind uns schon sehr ähnlich, die Tiere. Das dachte ich heute wieder. Jeder reagiert anders, gemäß seinem Temperament.
Ich erinnere mich noch an Gianna: sie war (als ich sie das erste Mal sah) wie aufgedreht, "überdreht" möchte man sagen. Sie hat sich ins Wasser gestürzt, ist mechanisch hin und hergeschwommen, aus dem Wasser gerannt, wieder gesprungen - Dutzende von Malen. - Das war bestimmt ihre Art, mit dem Streß fertig zu werden.

Knut hat bestimmt kein "dickes Fell"! Was die Traumatisierungen betrifft - ein weites Feld. Ohne Trennungen geht es ja nirgendwo ab; aber ich bin weder Psychologe für Tiere noch für Menschen. Aber eines glaube ich gewiß: Knuts Aufwachsen war etwas Besonderes, das hat ihn geprägt und ihm eine gesteigerte Sensibilität und Intelligenz verliehen.




Ich geb's zu, ich wollte Euch nur ein bisschen beruhigen mit meinem letzten Beitrag...



Seiten: Anfang ... 1311 1312 1313 1314 1315 ... Ende Zurück zur Übersicht


World of Animals ..... Die Welt der Tiere ..... www.worldofanimals.de ........