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Thema: Eisbär Knut - So war sein Leben / The Knut Diary Bewertung:  |
Auch wir durften die Premiere von Giannas erstem Auftritt miterleben. Als wir am Gehege von Knut ankamen, standen dort große Menschentrauben und sehr viele Kamera-Teams. Lt. Pressemitteilung vom Zoo, sollte Gianna zwischen 11.00-12.00 dem Publikum und der Presse vorgestellt werden
aber als wir um 10.30 dort waren, flitzte ein weißes Wollknäuel über Knut seine Anlage, und sprang mit einem eleganten Hechtsprung in den grünen Wassergraben, kam wie Daniel Düsentrieb aus dem Wasser geschossen, war in null komma nix wieder oben auf der Anlage, und flitzte, mit echt italienischem Hüftschwung, über die ganze Anlage, und ab die Lucie, hechtete sie wieder ins Wasser. Uns blieb schon das Herz stehen, und ich wagte es zu sagen, das doch sehr wenig Wasser im Graben ist (minimum 50cm weniger). Ich (Anne) wurde aber sofort eines besseren belehrt, es sei genügend Wasser drin!!! Tut mir leid,ich sah das anders!!! Hatte ja auch Angst um die kleine Gianna, die lief dann ja auch mehr oder weniger durchs Wasser, zeigte sich immer wieder übermütig an der Scheibe, und liebäugelte mit den vielen Besuchern, was ja auch total neu für sie ist!!! Wir wünschen uns von ganzem Herzen, das sich diese kleine, italienische Schönheit (Bella-Gianna) mit dem "ALLER-SCHÖNSTEN" Eisbärenjungen auf der ganzen Welt, unserem Knut, gut verträgt! Herzlich willkommen Gianna!!
DIE WELT "OHNE" KNUT, IST WIE EIN HIMMEL OHNE STERNE!
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Sylvia, die Höhle war offen. Wenn Gianna gewollt hätte, wäre es jederzeit möglich gewesen in der Höhle zu bleiben. Ich habe mich extra heute kurz vor 18.00 erkundigt. Nun habe ich meine Höhlenbilder angesehen und festgestellt, dass Gianna einige Male nach rechts verschwunden ist, nur um sofort wieder herauszukommen.
Das Problem bleibt immer noch, dass sie nur frisst, wenn niemand anwesend ist. Da es jetzt dunkel wird, hoffe ich, dass sie hineingehen wird.
Ganz offensichtlich war sie zu aufgeregt um sich irgendwo, entweder Höhle oder Gehege lange aufzuhalten. Der infernalische Krach am Tage und jetzt nachmittags der Schreier vom Dienst haben sicherlich nicht dazubeigetragen ihre Nerven zu beruhigen.
Nun ein paar Bilder von Gianna aus ca. 1200







Schubbern kann sie auch





Für Uli hat sie schon von Knut gelernt





Gleich mehr
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Hallo Monika, Silvia & Doris
Danke für die ersten Berichte und Bilder von Gianna!
Viele Grüße
Uli
P.S.: Mit den Flocke-Bildern dauert es leider noch ein wenig, der Computer macht noch nicht ganz das, was er soll
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Wann ist gleich?????????????????????????????????????????
Doris. Wann?????????????????????????????????????????????
DIE WELT "OHNE" KNUT, IST WIE EIN HIMMEL OHNE STERNE!
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Welcome dear Gianna! Herzlich Wilkommen!
kisses and hugs from Leaf
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Hallo Doris,
als ich kurz vor zehn im Zoo war, war die Höhle zu. Die Metallplatte war unten. Ich habe extra drauf geachtet. Erst gegen Mittag, ich denke als die meiste Presse gegangen ist, wurde die Höhle geöffnet.
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Sylvia, mit dem Ohren betäubenden Lärm vom Spielplatz müssen wir Dir Recht geben!!! Gott sei Dank haben wir den "Schrecken" vom Zoo nicht mehr erlebt mit seinem Geschrei!
Wie heißt es so schön "Unser Herrgott hat einen großen Tiergarten"
DIE WELT "OHNE" KNUT, IST WIE EIN HIMMEL OHNE STERNE!
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Hello,
Gianna is reported to be a busy power lady bear. If I were her and I had been confined to a cage for a long period of time, I would also come out onto the enclosure and run as fast as I could back and forth just to exercise my muscles! Then I would investigate everything--can I jump into the water from here, what is this green stuff in the moat, can I swim over here, etc., etc. To me, from the photos everyone has shown, Gianna looked like she was having a great time getting exercise and learning about her environment. And DORIS has said Gianna had access to the cave--if she was so afraid and in a panic, why would she not just stay in the cave? All in all, a very successful day for Gianna!
Sarsam
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Sarsam, unfortunately, she did not really have a great time yet. She was still very excited and did not really investigate her enlcosure. She hardly ever stopped to be on the move or "smell the flowers". It appeared that she calmed down in the water, however, when she came out, she was runnig and jumping again. Sometimes she jumped with closed eyes (I shall try to find that picture). This poor bear has had a hard time, there is no question about that. But everybody from the zoo staff seems to be confident that she will calm down in a few days. They will leave the cave open again tomorrow. Maybe once she considers it her place of safety, she will calm down faster. There have been so many impressions that it is undoubtedly extremely difficult for her. It will possibly help once she will get closer to Knut. Very unfortunate is, that she is not allowed to have her faourite toys - simply because they are made from plastic.
Now a bit more Gianna today








Schreck, das Mädel hat 'nen Bart

Swish














Doris
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Erst mal ja "DANKE"!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
DIE WELT "OHNE" KNUT, IST WIE EIN HIMMEL OHNE STERNE!
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Sylvia, das ist korrekt. Die Presse war zwischen 11.00 und 12.00 eingeladen. Zu dieser Zeit musste man noch davon ausgehen, dass Gianna Zuflucht dort suchen würde. Selbst unser Zoo kann nicht zu einem Pressetermin einladen und dann keinen Bären präsentieren. Nach dem Pressetermin wurde die Höhle geöffnet. Wir hatten Gianna ofter in kurz in die Höhle gehen sehen und um 13.13 bin ich endlich hinüber gegangen und habe mein erstes Bild von ihr in der Höhle gemacht.
Mein Wunsch war es lediglich nicht den Eindruck entstehen zu lassen als hätte Gianna den ganzen Tag keine Rückzugsmöglichkeit gehabt.
Doris
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Guten Abend, liebe Knut-Fans!
Heute kommt nun der gestern versprochene und auf heute verschobene Zoo-Bericht.
Ich beginne der Reihe nach, also mit gestern.
Gestern war ich kurz auf dem Friedhof. Es war mir ein Bedürfnis, an Herrn Dörfleins erstem Todestag wenigstens eine Kerze dort anzuzünden.
Um die Familie Dörflein und deren Angehörige nicht zu stören, bin ich früh am Morgen hingefahren. Als ich eintraf, war noch niemand da. Das Grab war sehr schön geschmückt, es standen und lagen dort viele neue Blumensträuße und hübsche Gestecke. Auch zahlreiche Briefe und Bilder sind hinzugekommen. Während ich dort war, kamen die ersten Besucher: zwei Damen mit weißen und roten Nelken. Zwei ältere Damen, die nur schauen wollten. Als dann aber ein Kamerateam anrückte und seine umfangreiche Ausrüstung aufbaute, zog ich mich schnell zurück.
Von weitem konnte ich sehen, das das Grab inzwischen von Besucherinnen umringt war und die Fernsehleute schon einige von ihnen vor der Kamera hatten.
Dann fuhr ich in den Zoo – dort war Herrn Dörfleins Arbeitsplatz und dort ist er für mich immer noch gegenwärtig.
Der Zoo hatte ja zugesagt, an diesem Tag das Ablegen von Blumen vor Knuts Gehege zu erlauben. Unterwegs hatte ich ein Sträußchen weißer Rosen gekauft. Die legte ich vorm Gehege ab. Für mich persönlich sind weiße Rosen ein Zeichen meiner Trauer. Viele Leute sehen es wohl genau so. Es gab sehr viele weiße Rosen und es wurden immer mehr.
Aber es wurden auch sehr viele Sonnenblumen hingelegt. Ich fand auch diese Sonnenblumen schön und passend.
Gestern verbrachte ich die meiste Zeit in der Nähe des Bärenreviers, vor allem bei Knut.
Der lag gestern nicht so oft wie sonst hinter seinem Baumstamm. Knut kam oft nach vorn, in die Nähe der Besucher. Er schien zu spüren, dass gestern ein besonderer Tag war.
Ich möchte nun nichts in Knuts Verhalten hinein interpretieren. Vielleicht roch er einfach nur den Duft der Blumen und den Geruch der brennenden Kerzen und wollte nun schauen, wo das her kommt.
Ihr habt ja bereits gestern gelesen, dass sich leider auch wieder viele Verrückte an Knuts Gehege tummelten. So z.B. die „Tasche mit den tausend Bären“, „Käpt´n Iglu“ (jetzt weiß ich endlich, wer das ist ), das so genannte „Leitermännchen“, eine Frau mit riesigem Körpermaß und ebensolchem Mundwerk und schließlich eine Frau, die tränenreiche Szenen machte.
Während die beiden letzten von Herrn Dr. Klös kurz und schmerzlos des Zoos verwiesen wurden, war das „Leitermännchen“ schon ein härterer Brocken. Zumal er ohne Rücksicht auf Verluste Personen fotografierte, die das partout nicht wollten und auch deutlich sagten.
Wir waren gestern zusammen gekommen, um gemeinsam Thomas Dörfleins zu gedenken.
Ich finde es sehr schade, dass es Menschen gibt, die diesen Tag durch ihr unmögliches Verhalten beinahe verdorben hätten.
Im Übrigen gab es gestern im Zoo keine Lichterkette. Es hatte auch niemand etwas Derartiges geplant. Alle stellten und legten ihre Blumen und Kerzen vor Knuts Gehege ab, so wie es vom Zoo gestattet worden war.
Ich verließ den Zoo gestern ziemlich spät. Es war schon schummerig. Knut lag auf seiner Anlage und döste. Ab und zu hob er seinen Kopf. Jetzt, wo die meisten Besucher gegangen waren, konnte man die vielen Blumen sehen, die sie zurückgelassen hatten.
Unzählige Kerzen brannten. Es sah sehr feierlich aus.
Ein besonderer Abend, gewidmet einem ganz besonderen Menschen.
1. Teil...
Seitdem ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere. (Arthur Schopenhauer)
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... und hier kommt der 2. Teil...
Heute war ich nun wieder im Zoo. Theoretisch hätte ich auch gestern gleich bleiben können, eingeschlossen hatte man mich ja schon.
Heute hatten sich Knut-Freundinnen aus Koblenz angesagt. Auch viele Berliner Knut-Fans hatten ihren Besuch für heute angekündigt. Außerdem hatte es gestern geheißen, dass Gianna heute herauskommen soll. All dieses sind gute Gründe für einen weiteren Tag im Zoo.
Als ich heute kurz nach zehn bei Knut eintraf, war dort bereits eine Menge los. Ungewöhnlich viele Besucher waren da, die Objektive ihrer Kameras eisern auf den Wassergraben gerichtet.
Arglos fragte ich einen Besucher, wo Knut denn sei. Er deutete auf die linke, uneinsehbare Kurve im Graben. Als der Bär dann zum Vorschein kam und ich mich freute, „Knut“ zu sehen, wurde ich belehrt, dass das Gianna ist! Zunächst war ich baff. Dann bemerkte ich die schwarze Stelle über der Bärennase. Natürlich war das Gianna!
Gianna ist ein Quirl! Ein Temperamentsbündel, wie es im Buche steht! Sie lief nicht über die Anlage, sie rannte. Sie kratzte hier, scharrte da, schubberte sich dort. Sie stieg nicht vorsichtig ins Wasser. Nein, sie ließ sich oben von der Klippe in den Graben krachen, dass es nur so spritzte. Rein ins Wasser, raus aus dem Wasser, über die Anlage toben, und dann wieder alles von vorn. Ich finde sie bezaubernd. Wenn Knut mit diesem Temperamentsbündel zusammen kommt, wird er sich warm anziehen müssen. Oder lernen müssen, dass er ein Eisbär ist.
Wir rissen uns schweren Herzens von der feurigen Italienerin los und gingen zu den großen Eisbären. Die Fütterung machte heute Herr Röbke. Mir fiel auch heute auf, dass Nancy keinen großen Appetit hatte. Obwohl Herr Röbke ihr das Fleisch fast mundgerecht servierte, rührte sie es kaum an. Sie betrachtete die Fleischstücke zwar eingehend, ließ sie sich aber von Lars oder Tosca ohne Widerstand wegnehmen. Heute gab es eine Menge Mäuse. Fast einen halben Eimer voll. Ich ging heute mal hinunter zur Scheibe, um die Bären beim Verputzen der Mäuse und Brötchen zuzusehen. Tosca hatte ein Sesambrötchen auf dem Rücken ihrer Tatze zu liegen, das war schon ziemlich aufgeweicht. Sie konnte es also ganz sicher beißen.
Wir gingen weiter zu Devi und Sutra. Devi ist nun schon ein großes Mädchen. Sie lässt sich nun nicht mehr von ihrer Mutter in die Höhle sperren. Allerdings hockte Sutra heute wieder im Höhleneingang, mit dem Kopf drinnen und dem Hintern draußen.
Dann gingen wir weiter zu Knut, bzw. zu seiner nun untervermieteten Wohnung. Dort war inzwischen die Hölle los. Pressetermin wegen Gianna! Ich sah Kamerateams von aller Herren Sendern. Der Zoodirektor – den ich kaum wieder erkannte, so hat er abgenommen – wurde von Reportern umringt. Ich sah Herrn Dr. Kühne, der interviewt wurde. Sogar Herr Henkel, der so etwas bekanntlich gar nicht liebt, wurde von den Journalisten gelöchert. Fotografen standen auf Leitern, um Gianna zu fotografieren. Die ganze Szenerie erinnerte mich an Knuts erstem Geburtstag.
Auch einige Besucher wurden nach ihrer Meinung gefragt. Ich sah zu, dass ich schnell aus der Gefahrenzone komme; meine Meinung geht niemand etwas an.
Gianna tobte indessen auf der Anlage herum, als wäre der Teufel hinter ihr her. Ich vermute mal, dass sie auch ziemlich nervös war.
Heute machte ich wieder mal die Fremdenführerin und führte stolz den Zoo-Nachwuchs vor.
Zuerst gingen wir zu den Seelöwen. Diego war heute ein wenig wasserscheu. Er plätscherte immerzu in der Nähe der Stufen herum. Dann kam Enzo und schaute, was sein Sohn macht.
Diego schrie ihn an, rührte sich aber nicht von der Stelle.
Heute konnten wir auch die beiden kleinen Seehund-Mädchen sehen. Sie sind einfach niedlich. Sie sind nun nicht mehr so scheu wie zu Anfang, sondern halten beim Schwimmen gut mit den Großen mit.
Wir gingen weiter zu Kito und Ine. Wir hatten Glück, die beiden waren heute auf der Anlage.
Kito gibt übrigens immer noch die zarten, fiependen Töne von sich, die er schon als Baby-Nashorn von sich gegeben hatte. Wir staunten, dass solche zarten Geräusche aus so einem großen Tier kommen, auch wenn er noch immer viel kleiner als seine Mutter ist.
Sicher habt ihr gehört, dass es im Raubtierhaus Nachwuchs gegeben hat. Kiara, die Mutter von Shakira, hat wieder Nachwuchs bekommen. Es sollen dieses Mal zwei ganz schwarze Kätzchen sein. Leider haben wir sie nicht gesehen, sie waren noch in der Wurfbox. Der Monitor war leider auch nicht eingeschaltet.
Zwar lag der Fokus heute auf Gianna. Aber wir besuchten auch die Elefanten. Ko Raya wurde angemessen bewundert. Wenn man mit auswärtigen Besuchern durch den Zoo geht, sieht man Altbekanntes wieder mit ganz anderen Augen.
Die Pekaris wurden auch besucht und bemerkenswert gefunden. Wir waren einhellig der Meinung, dass die kleinen Schweinchen ausgesprochen süß sind.
Dann war ich wieder bei Gianna. Die war wieder im Wasser. Zwischendurch wollte sie gern herauskommen und zwar direkt durch die Scheibe. Jedenfalls knallte sie immer wieder mit Schmackes mit den Tatzen gegen das Glas. Das Mädel ist wirklich beeindruckend.
Das fanden die meisten Zoo-Besucher auch. Andere dagegen freuten sich einfach, dass „Knut“ heute so gut drauf ist...
Übrigens kommt Gianna auch morgen wieder auf die Anlage. Hoffentlich gewöhnt sie sich dort rasch ein. Ich wünsche ihr, dass sie sich im Berliner Zoo wohl fühlt und dass sie und Knut sich gut verstehen werden.
@ Alle Fotogräfinnen und -grafen
Vielen Dank für die tollen Fotos der letzten Tage!
Ich wünsche Euch allen einen schönen Abend!
Liebe Grüße
Yeo
Seitdem ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere. (Arthur Schopenhauer)
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